Lemwerder - Die Faustballerinnen des Lemwerder TV haben den ersten Heimspieltag der Feldsaison 2015 mit einem zwiespältigen Gefühl beendet. Zwar besiegte der Zweitligist Bayer Leverkusen mit 3:0, aber das zweite Spiel gegen den MTV Diepenau verlor die Mannschaft des Trainerduos Patrick Bartelt/Arthur Dick mit 0:3. Mit 8:4 Punkten ist das Team aus dem Süden der Wesermarsch derzeit Rang Dritter – und punktgleich mit dem Tabellenzweiten Brettorf.
Lemwerder TV - Bayer Leverkusen 3:0. Lemwerder litt an Startproblemen. Der Ball trumpfte auf der Seite der Gastgeberinnen nicht richtig auf. Die Folge: Die Vorlagen für den Schlag waren nicht hoch genug. Überdies gab’s zunächst noch Annahmeprobleme, die aber bald verschwanden. Dank starker Angaben und einem hervorragendem Schussspiel sicherte sich Lemwerder Satz eins.
Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeberinnen keine Probleme mehr, den Ball an die Leine zu bringen. Der Rückschlag bedankte sich und punktete. Auch die Annahme stimmte. Lemwerder gewann Satz zwei souverän.
Im dritten Satz bereitete der leichte Regen den Sportlerinnen Probleme. Trotzdem brachte Lemwerder den Ball problemlos an die Leine. Das Schussspiel funktionierte. „Die Mannschaft hat Kampfgeist gezeigt und damit das Spiel für sich entschieden“, sagte Coach Arthur Dick.
Lemwerder TV - MTV Diepenau 0:3. Im ersten Satz sahen die Zuschauer starke Ballwechsel. Allerdings verschenkten die Gastgeberinnen einige Punkte, weil es an der Kommunikation haperte und die Annahme unsicher spielte.
Die Gäste gingen nach Sätzen in Führung und scheuchte die Gastgeberinnen im zweiten Satz übers Feld. „Die Abwehr stand nicht mehr so sicher wie im ersten Spiel“, sagte Dick.
Lemwerders Trainerduo reagierte. Janika Seemann kam für Vivien Bluhm. Doch Lemwerders Spiel blieb unruhig. Diepenau sicherte sich auch Satz zwei.
Im dritten Satz steigerte sich der LTV. Die Partie entwickelte sich zu einem sehenswerten Duell. „Man konnte sehen, dass sich beide Mannschaften nichts schenken wollten“, sagte Dick.
Und es sah gut aus für Lemwerder: Nach einer Auszeit zogen die Gastgeberinnen auf 7:3 davon. „Aber dann sind wir komplett eingebrochen“, sagte Dick. Eigenfehler und unsichere Annahmen prägten das Spiel seiner Schützlinge. Diepenau schaffte den Anschluss (8:9).
Doch Lemwerder fing sich. Die Partie war wieder hochklassig. Gleichwohl: Diepenau gewann auch Satz drei.
„Wir haben nicht am Limit gespielt“, meinte Dick, der mentale Probleme ausgemacht hatte. Gleichwohl habe sich die Mannschaft als solche präsentiert und bis zum Schluss gekämpft. Im Vergleich zur vorigen Feldsaison habe sie Fortschritte gemacht.
Lemwerder: Anika Langpaap, Stefanie Suhren, Saskia Gelhaus, Vivien Bluhm, Janika Seemann, Darja Seemann.
