LEMWERDER/MüNCHEN - Mehr als 700 gelaufene Kilometer und ein Spendenstand in Höhe von 5412 Euro – das ist die bisherige Leistungsbilanz von Christian Eichinger und Waldemar Trudrung. Die beiden Lemwerderaner waren am 22. Juni am Rathaus zu einem Spendenlauf aufgebrochen, dessen Ziel sie am Donnerstag nach 763 Kilometern in München erreichen wollen.
„Es geht den Läufern blendend“, sagt der Vater von Christian Eichinger, Helmut Eichinger. Er ist Leiter des Projekts, hat die Planung des Laufs übernommen und sich um organisatorische Angelegenheiten wie Unterkünfte für die beiden 19-Jährigen gekümmert. „Waldemar und Christian sind körperlich in sehr guter Form. Sie haben weder Muskelkater noch Blasen an den Füßen“, sagt Helmut Eichinger.
Die jungen Männer haben sich mit einem intensiven Training auf die lange Strecke vorbereitet und sind pro Woche zwischen 100 und 150 Kilometer gelaufen, um sich auf die Anstrengungen einzustellen. Was sie allerdings nicht simulieren konnten, sind die Steigungen. „In Bayern müssen die beiden Steigungen bis zu 18 Prozent meistern, und das ist nicht ganz einfach“, betont der Projektleiter.
Auf der gesamten Strecke werden Christian und Waldemar von ihrem Trainer Karl Spieler unterstützt, der sie mit dem Fahrrad begleitet. Unterstützung bekommen die 19-Jährigen auch von anderen Sportlern, die Teile der Strecke mit ihnen gemeinsam laufen. Dazu gehört die 16-jährige Lisa Staudt, die den Halbmarathon bereits in einer Stunde und zwanzig Minuten lief und die beiden Lemwerderaner ab Schweinfurt 21 Kilometer begleitete.
Das gespendete Geld soll dem Behindertensportverband zugute kommen. Wolfgang Sacher, deutscher Behinderten-Sportler des Jahres 2008, unterstützt das Projekt und ist bei den letzten Kilometern auf der Schlussetappe dabei. Ziel ist das Haus des Sports beim Olympiapark in München, wo die beiden jungen Männer am Donnerstag ankommen wollen.
