Lemwerder - Musik wollte Gerd Sosath schon immer einmal in seiner Reithalle haben. Bereits zu Zeiten von Bürgermeister Jochen Beckmann hatte er die Idee, hieß es bei der Begrüßung. Am Samstag ging dieser lang gehegte Wunsch nun in Erfüllung. Unter dem Titel „Classic meets Horses“ endete der Musiksommer Wesermarsch in Lemwerder mit dem Bremer Kaffeehaus-Orchester, edlen Pferden und rund 700 begeisterten Zuschauern.
Die Vielfalt des Reitsports präsentieren, so dass auch die Gäste, die normalerweise nichts mit Pferden zu tun haben, Interessantes zu sehen bekommen, so das Vorhaben. Den Auftakt machten nacheinander zwei Dressurtalente aus der Zucht von Arend Kamphorst aus Brandenburg und des Gastgebers. Zum vom Kaffeehaus Orchester interpretierten „Penny Lane“ und „Irish Coffee“ zeigten die Reiterinnen Ulrike Hatzl und Lena Stegemann, was in den Tieren steckt. Und das war angesichts der vielen Menschen und der aufgrund der Bestuhlung deutlich kleineren Reitfläche eine ungewohnte Herausforderung für die jungen Pferde, die sie jedoch ganz hervorragend meisterten.
Beim Boléro machte „Kaisers Hoheit“ seinem Namen mit Reiterin Anja Rietrock alle Ehre. Feurig zeigte „Fusiliero“ bei der Carmen-Ouvertüre, dass spanisches Blut in seinen Adern fließt.
Aber auch der Nachwuchs hatte an diesem Abend neben vielen anderen seinen Platz im Programm. Zum „Neapolitanischen Ständchen“ wirbelten Leah und Tammo Hoffmann auf ihren Ponys durch die Halle. Das Team „Flieder“ der Berner Voltis zeigte auf „Jonny“ sein Können oder die Pony-Spieler Höven galoppierten zum Säbeltanz beeindruckend rasant in der Runde.
Von Martina Seedorf, die mit dem Begu-Team die Veranstaltung mit organisiert hatte, gab es für sämtliche jungen Akteure des Abends eine kleine Überraschung als Dankeschön.
Eigentlich sollte die Zahl der Reiter bei einer Quadrille durch vier teilbar sein. Beim letzten Punkt im Programmheft waren es aber fünf Auszubildende vom Gestüt Sosath, die zu „Pink Panther“ in die Halle geritten kamen. Aber das machte nichts, denn schließlich handelte es sich bei ihren Reittieren auch nur um Steckenpferde.
Mit Fackeln und Knicklichtern, die jeder Gast kurz vor dem Ende des Programms erhielt, wurde als Abschluss noch einmal ein eindrucksvolles Bild in die Reithalle gezaubert. Viel Spaß habe der Abend gemacht, so die Meinung der Besucher, die „Classic meets Horses“ genossen.
