LEMWERDER - Während momentan das Sportgeschehen bei der Fußball-Weltmeisterschaft hauptsächlich vom Sofa aus vor dem Fernseher stattfindet, konnte man beim Lemwerder Turnverein am vergangenen Sonntag Sport und Spiel selbst aktiv erleben und etwas Gutes für seine Gesundheit tun.

Jedermann, egal ob Sportler oder nicht, war zu der Mitmachaktion „Lemwerder bewegt sich“ eingeladen. Aufgeteilt in drei Schwerpunkte, bot der Sportverein 14 verschiedene Aktivitäten an. Ein Schwerpunkt konzentrierte sich auf die Bedürfnisse von Erwachsenen und Kindern. So konnte Mama sich zum Beispiel bei „Bauch, Beine, Po“ oder zu flotter Musik beim „Body Styling“ ihren Problemzonen widmen, während sich die Kleinen beim „Kin-Ball“ ordentlich austobten.

Kin-Ball ist eine Sportart aus Kanada. Dabei versuchen drei unterschiedliche Teams zu je vier Spielern einen riesigen federleichten, ballonartigen Ball mit 1,20 Metern Durchmesser in der Luft zu halten. Sobald der Ball den Boden berührte oder ins Aus manövriert wurde, ließ Schiedsrichterin Nicole Sloma die Trillerpfeife ertönen. Auch für die allerkleinsten Turnmäuse gab es in der kleinen Turnhalle eine Gerätelandschaft.

Nach dem Mittagessen in der Milchbar gab es in einem weiteren Schwerpunktbereich für Kinder und Familien eine Kinderolympiade sowie im Außenbereich der Ernst-Rodiek-Halle Ballsportarten wie Faustball, Volleyball, Tennis und ein Brenn- und Völkerball-Turnier.

Bei allem Ehrgeiz und soviel körperlicher Ertüchtigung durfte man sich an der Kaffeetafel in der Milchbar auch Kaffee selbst gebackenen Kuchen gönnen, denn Schwerpunkt Nummer Drei diente den zwischenmenschlichen Kontakten und lud zum Schlemmen und Klönen ein. Als Unterhaltungsprogramm hatte sich das Organisationsteam des Vereins eine Modenschau einfallen lassen. Dabei präsentierten insgesamt 25 Kinder und Erwachsene, Sport- und Freizeitbekleidung.

Die Kindersportschule sowie die Seniorengruppe unterhielten die Gäste zudem noch mit Tanzeinlagen. „Es sind mehr gekommen, als sich angemeldet haben“, freute sich Jürgen Stolle mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da der seit über einem Jahr festgelegte Termin für den Sporttag auf Wunsch der Gemeinde kurzerhand um eine Woche verlegt werden musste. Das war mit einem ungeheuren Kraftakt verbunden.

„Wir hätten heute viel mehr eigene Mitglieder dabei gehabt, die nun zu Punktspielen fahren mussten“, so Stolle. Dennoch freut er sich schon auf eine Neuauflage. „Vielleicht“, so Stolle, der die Fusion mit dem SV Lemwerder im Kopf hat, „kann man da ja schon eine gemeinsam Veranstaltung daraus machen“.