Elsfleth - Mehr Mühe als erwartet hatten die Oberliga-Handballerinnen des Elsflether TB am Sonntag bei ihrem Heimspiel gegen den Abstiegskandidaten TV Oyten II. Somit musste sich die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami am Ende mit einem 28:28 (11:15)-Unentschieden begnügen. „Theoretisch können wir noch absteigen. Praktisch sind wir aber wohl durch“, meinte Adami.
Für die Gäste gilt das aber noch längst nicht. Beim ETB versuchten sie es anfangs mit einem Überraschungseffekt. Die ersten rund sieben Minuten agierte der TVO mit einer offenen Manndeckung. Mit Erfolg, denn mit dieser taktischen Ausrichtung hatten die Gastgeberinnen nicht gerechnet. Nach sieben Minuten stand es 5:0 für Oyten. Der ETB hatte zwar auch gute Wurfmöglichkeiten, versemmelte sie aber. „Am Anfang haben wir nur Mist gebaut“, sagte Adami.
So langsam kamen aber auch die Elsfletherinnen in die Puschen. Die Gäste zogen deswegen ihre Deckung wieder an den eigenen Kreis zurück. Mit einer Ausnahme: Die Manndeckung gegen Jennifer Adami blieb für den Rest des Spiels bestehen.
Den Rückstand knabberte der ETB aber auch so Stück für Stück ab. Im Tor gefiel Lena von Seggern mit einigen guten Paraden. Auch Linksaußen Ayleen Breipohl überzeugte mit guten Würfen.
Komplett den Anschluss stellten die Elsfletherinnen aber erst im zweiten Durchgang her. Aus dem 13:17 machten sie ein 18:17. Besonders Lena van Dreumel war nun kaum zu stoppen. Ob nach Tempogegenstößen oder vom Kreis - sie erzielte einen Treffer nach dem anderen.
Nach dem 18:17 berappelten sich aber auch die Gäste wieder. Der ETB lag zwar meistens mit einem Treffer vorne, aber Oyten blieb dran. Beim 25:23 lagen die Gastgeberinnen erstmals in der gesamten Partie mit zwei Toren in Führung, aber auch da ließen sich die Bremerinnen nicht abschütteln.
Kurz vor dem Ende schien es so, als hätte Torhüterin Lena von Seggern den Sieg festgehalten. Sie parierte beim Stand von 28:27 einen Siebenmeter. Doch Oyten glich doch noch einmal aus und hatte sogar in den letzten 30 Sekunden Ballbesitz. „Dann haben wir aber vernünftig verteidigt und das Unentschieden gesichert“, sagte Coach Adami.
„Wir sind nicht aus den Startlöchern gekommen“, bemängelte der Trainer. Danach hätten sich seine Spielerinnen aber rechtzeitig zusammengerissen.
ETB: von Seggern – Adami (10/4), L. van Dreumel (8), Breipohl (4), Matschei (4), Lösekann (1), F. van Dreumel (1), F. Sommer, Nowack, Thümler, C. Sommer.
Spielstationen: 0:5 (7.), 4:9 (15.), 9:12 (24.), 11:15 (30.), 13:17 (36.), 18:17 (44.), 25:23 (53.), 27:27 (58.), 28:27 (59.), 28:28 (60.).
