Wiefelstede - Die Fußballer des SV Eintracht Wiefelstede wünschen sich derzeit wohl, dass die Winterpause noch ein wenig länger dauern würde. Wenn die Ammerländer zu ihrer Bezirksliga-Partie am Samstag um 13.30 Uhr beim VfB Oldenburg II antreten, fehlen gleich 13 Spieler. Zudem steht vorerst wohl kein Torhüter parat.

Die Sorgenfalten auf der Stirn von Mario Anderer aus dem Wiefelsteder Trainerteam könnten wohl kaum größer sein. „Die Situation ist derzeit katastrophal. Anfang der Woche sah alles noch deutlich besser aus. Vielleicht sollten wir das Abschlusstraining demnächst lassen, wenn es dann nur Hiobsbotschaften gibt“, sagt der Trainer mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. Zu den bisherigen sechs Langzeitverletzten gesellen sich wohl nun auch noch Kapitän Fabian Laue (gebrochene Hand) und Nico Heibült (Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber).

„Wir reisen am Samstag mit dem letzten Aufgebot nach Oldenburg. Wir hoffen noch darauf, dass wir Unterstützung aus der zweiten Mannschaft bekommen. Sonst muss unser Stürmer Dennis Spiekermann wohl ins Tor gehen“, sagt Anderer. Eine Prognose für die Auswärtspartie fällt ihm dementsprechend schwer: „In dieser Lage müssen wir wohl mit einem Punktgewinn beim VfB II zufrieden sein.“

Doch auch beim Gegner läuft es im Jahr 2017 noch nicht rund. Beide Partien nach der Winterpause (0:1 gegen GVO Oldenburg, 1:5 VfB Oldenburg II) gingen verloren. Besonders in der Offensivbewegung läuft bei der Regionalliga-Reserve noch nicht viel zusammen. Toptorjäger Max Wilschrey (18 Treffer) wechselte in der Winterpause zum TB Uphusen in die Oberliga, Spielmacher Christian Thölking fehlte zuletzt verletzt. Beim 0:1 gegen GVO hatte die Mannschaft von VfB II-Trainer Helge Hanschke keine echte Torchance, beim 1:5 beim Heidmühler FC wurden zu viele gute Möglichkeiten versiebt.