Dötlingen - Am Freitag rannten sie noch unbekümmert auf dem rund einen Hektar großen Areal in Dötlingen herum, doch ab diesen Sonnabend gilt auch für die (Vorwerk-)Hühner, Rostgänse, Störche und Kronenkraniche der Familie Lenz die Stallpflicht.
990 Geflügelhalter gibt es im Landkreis Oldenburg, einer davon ist die Familie Lenz. In dem Privatgehege an der Krim 1 leben knapp 80 Tiere – darunter viele Exoten. „Rund 15 davon betrifft die Anordnung“, erklärt Horst Lenz. Große Vorbereitungen müssen er und seine Frau Verona nicht treffen.
„Die Tiere gehen abends ohnehin in den Stall oder zwischendurch, wenn es ihnen zu kalt ist. Da sie nun auf einem engeren Raum zusammenleben müssen, haben wir natürlich mehr mit der Sauberhaltung zu tun“, sagt Verona Lenz. Das Problem sei jedoch vielmehr, „dass die Tiere bei uns auf dem Gehege frei herumlaufen und sich respektieren. Wenn sie längere Zeit auf einem engeren Raum zusammenleben müssen, können sie sich nicht aus dem Weg gehen, was zu aggressivem Verhalten führen kann. Das ist nicht nur für uns stressig“, sagt Horst Lenz. Er hofft daher, dass die Stallpflicht möglichst schnell beendet ist und „die Ursache für das Virus gefunden wird“. Wie lange die Aufstallung dauern soll, darüber gebe es noch keine Angaben. Bis dahin bleibt es der vorerst letzte Auslauf für die (Vorwerk-)Hühner, Rostgänse, Störche und Kronenkraniche.
