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Volleyball Linienrichter zeigen Flagge

Oliver Bloch

Oldenburg/Halle - Die Spannung steigt. Lutz Steinmetz kommt in Pokalstimmung. „Ein Einsatz vor 10 000 Zuschauern ist schließlich nicht alltäglich“, sagt der 30-Jährige. Völlig neu aber auch nicht, denn der Oldenburger wurde zum zweiten Mal in Folge berufen: An diesem Sonntag fungiert er wie schon im Vorjahr als Linienrichter beim deutschen Volleyball-Pokalfinale in Halle/Westfalen. Auf ihre Premiere freut sich derweil Monika Blömer. Die 34-Jährige steht beim Endspiel der Frauen erstmals an der Linie.

„Eine Nominierung ist für jeden Schiedsrichter etwas Besonderes“, freut sich Steinmetz. Er und Blömer starteten vor wenigen Jahren ihre Schiedsrichter-Laufbahn und schafften schnell den Sprung in die höheren Spielklassen. Steinmetz, ehemaliger Oberligaspieler der VSG Ammerland, ist bereits in der Bundesliga angekommen. Blömer, die in der Landesliga für die SG Ofenerdiek/Ofen antritt, leitet Spiele bis zur 2. Liga.

Gutes Auge gefragt

Ihre Erfahrung als Aktive kommt der Erzieherin dabei zugute. „Bei der Beurteilung der Szenen hilft es, wenn man Mimik und Gestik der Spieler deuten kann“, sagt sie. Netzfehler oder nicht? Ball vor oder hinter der Linie? Fahne heben oder unten lassen? – Das Unparteiischen-Gespann, das aus zwei Schieds- und zwei Linienrichtern besteht, muss immer auf Ballhöhe sein. Denn auch beim Volleyball tobt so mancher Trainer an der Seitenlinie, der alles ganz anders sieht und das dann mitunter auch lautstark kundtut. Gleiches gilt für die Fans auf den Tribünen. „Aber da muss man dann drüber stehen“, bemerkt Blömer gelassen.

Gemeinsam mit Steinmetz, der als Ingenieur arbeitet, engagiert sie sich auch in der Schiedsrichter-Ausbildung. „Made in Oldenburg scheint eine Art Qualitätssiegel zu sein, aber wir brauchen dringend Nachwuchs“, appelliert Steinmetz an die Jugend, Flagge zu zeigen und sich über die Ligen für höhere Aufgaben zu empfehlen. Lohn für das erfolgreiche Duo waren im Vorjahr Linienrichter-Einsätze bei der Frauen-Europameisterschaft in Deutschland. „Das Playoff-Finale in Berlin und das Pokalendspiel waren aber für mich die Höhepunkte“, erzählt Steinmetz in Vorfreude auf die Neuauflage.

Saison-Höhepunkt

Was Berlin für die Fußballer ist, ist Halle für die Volleyballer. Seit einigen Jahren findet das Pokalfinale dort als Saison-Höhepunkt vor großer Kulisse statt. Bei den Männern stehen sich der VfB Friedrichshafen und die Berlin Recycling Volleys gegenüber. Bei den Frauen treffen die Roten Raben Vilsbiburg auf die Volley Stars Thüringen. „Wenn man dann die Fahne hebt und zumindest das halbe Stadion buht, geht einem das schon nahe“, erzählt Steinmetz und bekundet Respekt: „Ich ziehe den Hut vor jedem Fußball-Schieds- oder Linienrichter, der vor der Dortmunder Südtribüne eine Entscheidung gegen die Borussia fällt.“

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