LöNINGEN - Um solche Probleme dürfte die Löninger so mancher Veranstalter von Leichtathletik-Meisterschaften beneiden. „Der Andrang war so groß, dass wir nicht genug Parkplätze hatten“, sagte Stefan Beumker, Vorsitzender des VfL Löningen, einen Tag nach den Deutschen Crosslaufmeisterschaften auf dem Gelände an der Ringstraße. Und die Löninger waren flexibel genug, diesem schönen Problem Herr zu werden. Die Feuerwehr gab noch ein paar Seitenstreifen als Parkflächen frei.
Mit so viel Zuspruch hatten selbst die optimistischen Löninger nicht gerechnet. „Bei Bezirksmeisterschaften ist der Zuschauer-Zuspruch so gering, dass wir nicht mit einem derart großen Interesse rechnen konnten“, sagte Beumker. „Wir hatten mit 1500 Zuschauern kalkuliert. Diese Marke dürften wir noch übertroffen haben.“
Allerdings durften sich die Veranstalter nicht nur über ein großes Zuschauer-Interesse, sondern auch über viel Lob freuen: sowohl von Funktionärs- als auch von Athleten-Seite. „Ich habe selbst einige Siegerehrungen durchgeführt und mit Athleten gesprochen. Die haben sich alle positiv geäußert“, freute sich Beumker. Und Rita Girschikofsky, Präsidentin des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes, habe sogar gesagt, dass der VfL gar nicht mehr um die Austragung einer weiteren Deutschen Meisterschaft herumkomme.
Da musste Beumker dann aber doch etwas auf die Bremse treten: „Das ist schon mit einem sehr großen Aufwand verbunden. So etwas kann erst wieder in einigen Jahren Thema werden.“
Das dürfte auch Organisations-Chef Armin Beyer so sehen. Der hatte in der Vorbereitungszeit zwar „keine schlaflosen Nächte gehabt“, sei aber des öfteren mal um fünf Uhr morgens aufgewacht. Mit Gedanken daran im Kopf, was noch alles zu erledigen war. Dennoch verspürte er am Tag nach der Meisterschaft etwas Wehmut. „Ich war so stark eingebunden, dass der Tag ganz schnell vorbeigegangen ist“, sagte der frühere Deutsche Junioren-Hallen-Meister über 1500 Meter.
Lohn der Arbeit des Organisations-Teams und der vielen Helfer war das große Interesse an der DM. Das zeigte sich auch noch mal am Abend im Internet. Die DM-Homepage zog so viele Internetnutzer an, dass sie zusammenbrach – noch so ein Problem, um das die Löninger andere Sport-Veranstalter beneiden dürften.
