LöNINGEN - LÖNINGEN - Die Favoriten für einen Sieg beim Hasetal-Marathon, der morgen, 17 Uhr, gemeinsam mit dem Halbmarathon auf der Südtangente gestartet wird, kommen erneut aus Osteuropa. Nachdem Ludmila Gurkina (Pensa/Russische Föderation) und Jacek Kasprzyk (Polen) im vergangenen Jahr souverän gewonnen haben, heißen die möglichen Gewinner diesmal Jelena Samko (Ukraine) und Marek Dryla (Polen). Die NWZ stellt an dieser Stelle die Läufer und Läuferinnen mit den besten Aussichten vor.

Männer-Halbmarathon – Matthias Strotmann: Der 31-jährige Herzlaker, der 2002 bei den Deutschen Meisterschaften die Marathon-Teamwertung mit seinem Verein LG Braunschweig gewonnen hat, tritt in Löningen im Halbmarathon an. Seine persönliche Bestzeit (1:06,46 Stunden) hat er 1999 in Xanten gelaufen. Das beste Ergebnis über 42,195 Kilometer schaffte Strotmann im vergangenen Jahr beim Berlin-Marathon (2:23,29 Stunden).

Männer-Halbmarathon – Georg Diettrich: Strotmanns Clubkollege stellte seine Halbmarathon-Bestzeit ebenfalls 1999 in Xanten auf (1:06,13 Stunden). Auch im Marathon ist der 35-jährige Oldenburger geringfügig schneller als Strotmann (2:22,26, September 2002, Berlin).

Frauen-Halbmarathon – Inga Jürrens: Die Vorjahrssiegerin, die für die Emder LG startet, dürfte erneut vorne zu finden sein.

Frauen-Halbmarathon – Rosemarie Kössler: Die Berlinerin, die 2003 die Marathon-Premiere in Löningen gewann, blieb seinerzeit als einzige Frau unter drei Stunden. Sie hat zwar für den Marathon gemeldet, behält es sich aber vor, während des Laufes auf den Halbmarathon umzusteigen. Eine Option, die allen Läufern geboten wird.

Männer-Marathon – Klaus Eckstein: Der 38-Jährige, der für den LC Nordhorn startet, lief bei der ersten Auflage des Hasetal-Marathons als Dritter auf Podest. Der Studenten-Vizeweltmeister von 1999 im Triathlon nahm dreimal an der härtesten Veranstaltung, dem Ironman auf Hawaii, teil. Eckstein lief 2004 auf der Strecke von Marathon nach Athen 2:34,29 Stunden, seine Bestzeit steht bei 2:28,13 Stunden (September 2002, Berlin).

Männer-Marathon – Marek Dryla: Der Pole gewann am 8. Mai in Mainz den Gutenberg-Marathon in starken 2:16:53 Stunden und gilt in Löningen nach dem derzeitigen Stand der Voranmeldungen als Favorit. Er könnte durchaus den Streckenrekord seines Landsmannes Jacek Kasprcyk aus dem Vorjahr (2:25:52 Stunden) verbessern. Während Dryja in der ersten Runde die führenden Halbmarathonläufer als Tempomacher benutzen könnte, müsste er die zweite Runde dann wohl völlig alleine laufen. Vorjahressieger Kasprzyk ist in Mainz ausgestiegen und wohl noch nicht wieder fit.

Frauen-Marathon – Jelena Samko: Die 27-jährige Ukrainerin lief kürzlich beim Mars-Marathon 2:49 Stunden und ist damit klare Favoritin für den Frauen-Sieg in Löningen – möglicherweise ist sogar ein neuer Streckenrekord drin.

Frauen-Marathon: Christiane Spallek: Hinter der haushohen Favoritin aus der Ukraine kommt die 39-jährige Spallek nur für Rang zwei in Frage. Die Wilhelmshavenerin lief ihre persönliche Bestzeit Mitte September 2003 in Münster (2:54,40 Stunden).

• Der Zehn-Kilometer-Lauf (Start: 16.30 Uhr/Südtangente) hat wie in den Jahren zuvor Volkslaufcharakter. Bei den Läufen der Schülerinnen (Start: 16 Uhr) und Schüler (Start: 15.30 Uhr/beide Südtangente) fehlen die starken Athleten der SG Essen/Garthe/Molbergen, die parallel bei den Schüler-Landesmeisterschaften in Wilhelmshaven starten.