Löningen - In einer derart ausgeglichenen Spielklasse kann man gar nicht ausgeglichen in die letzten Spiele gehen. Wenn die Teams kurz vor Schluss so eng beieinander liegen wie in der Basketball-Bezirksklasse, zerrt das an den Nerven, schürt das Emotionen. So kann der Tabellensechste VfL Löningen vor den Partien an diesem Sonnabend in Vörden (18 Uhr) und eine Woche später zu Hause gegen Oesede (19 Uhr) noch Meister werden, aber auch noch auf den Abstiegsrelegationsplatz abrutschen. Drei Punkte ist die Mannschaft von Trainer Ansgar Behne vom Ersten Hollage, aber auch vom Achten Oesede entfernt.

Nach unten hätten die Löninger gar nicht mehr schauen müssen, wenn sie in eigener Halle den amtierenden Meister TuS Bramsche III geschlagen hätten. Allerdings hatte der VfL zunächst nicht so gespielt, als wolle er unbedingt gewinnen. Er verschlief den Start und lag mit 4:13 zurück. Bis zum Ende des Viertels konnte er dann immerhin auf 11:17 und im zweiten Viertel bis auf 33:34 verkürzen.

Nach der Halbzeit sah es für die Gastgeber dank eines 7:0-Laufs zwischenzeitlich sogar richtig gut aus. Sie führten mit 46:41, ließen sich das Heft aber wieder entreißen. Vor dem Schlussviertel stand es 49:48 für Bramsche. In dem konnten sich die Gäste dann doch noch absetzen. Obwohl sie sich über eine Schiedsrichter-Entscheidung ärgerten, mussten die Löninger zugeben, dass der TuS verdient mit 75:67 (17:11, 17:22, 15:15, 26:19) gewonnen hatte.

VfL: Drees (14), Krause (8), Breher (6), Witte (6), Hömmen (3), Ortmann (11), Roth (6), Nordmann (6), Kötter, Blankmann (7).

Auswärts lief es für die Löninger besser: Im Duell mit den Sportfreunden Oesede, die gerade einmal sechs Spieler aufbieten konnten, zog der VfL gleich auf 10:0 davon. Allerdings haderten die Gäste anschließend mit der Großzügigkeit des Schiedsrichters, was Oesede zu nutzen wusste. Mit einem 15:4-Lauf drehten die Hausherren das Spiel. Allerdings sorgte Johannes Blankmann mit einem Dreier dafür, dass der VfL das erste Viertel doch noch mit einer knappen Führung beendete (17:15). Im zweiten Viertel ein ähnliches Bild: Zunächst hatte Löningen einen Lauf (12:2), dann Oesede (13:2). Allerdings wurden die Hausherren langsam müde, was den flinken VfL-Aufbauspielern entgegenkam. Der VfL konnte sich nun absetzen und am Ende deutlich 90:63 (17:15, 29:15, 23:10, 21:23) gewinnen.

VfL: Drees (8), Schröder (4), Blankmann (15), Breher (2), Witte (25), Hömmen (13), Ortmann (6), Nordmann (6), Kötter, Roth (11).