Lohne/Emden - Jubel in Lohne, Bangen in Emden: In der Aufstiegsrunde der Fußball-Oberliga ist die erste Entscheidung gefallen. Blau-Weiß Lohne steht als Meister fest und hat den Aufstieg in die Regionalliga sicher. Das Team aus dem Kreis Vechta setzte sich am Mittwochabend klar mit 8:1 gegen Arminia Hannover durch und hat wegen des 2:2-Unentschiedens von Verfolger Emden gegen ULM Wolfsburg einen Spieltag vor Schluss fünf Punkte Vorsprung auf Emden.

Der Aufstieg ist für die Lohner bereits ein riesiger Erfolg. Erst vor zwei Jahren war die Mannschaft von der Landes- in die Oberliga aufgestiegen. Und es kann noch besser kommen: Am Samstag, 21. Mai, steht das Team von Trainer Henning Rießelmann im Endspiel des unteren Landespokals. Dann ist auf neutralem Platz, im Eilenriedestadion in Hannover, der Oberligarivale Heeslinger SC der Gegner. Die Partie beginnt um 16.40 Uhr und wird von der ARD als Teil einer Konferenz („Finaltag der Amateure“) übertragen. Der Gewinner des Spiels nimmt am DFB-Pokal 2022/23 teil.

Der Nordwesten ist in der Regionalliga gut vertreten. Neuling Lohne trifft in der neuen Saison unter anderem auf Atlas Delmenhorst und den SSV Jeddeloh (hat den Klassenerhalt so gut wie sicher). Der VfB Oldenburg hat noch die Chance, die Regionalliga nach oben in die 3. Liga zu verlassen.

Emden hat den direkten Aufstieg verpasst, könnte über eine Aufstiegsrunde aber noch in die Regionalliga kommen. Um an dieser Runde teilzunehmen, ist Platz zwei nötig. Den können die Emder an diesem Sonntag (15 Uhr) im Auswärtsspiel bei FT Braunschweig aus eigener Kraft sichern. Sollten die Emder unentschieden spielen oder gar verlieren, kommt es auf die Ergebnisse der Verfolger Heeslingen und SC Spelle-Venhaus an. „Wir haben es noch selbst in der Hand“, blickte Kickers-Trainer Stefan Emmerling nach dem 2:2 gegen Wolfsburg optimistisch auf das Spiel am Sonntag in Braunschweig.

An der Aufstiegsrunde nehmen vier Mannschaften teil, gespielt wird vom 29. Mai bis 5. Juni. Außer dem Tabellenzweiten aus Niedersachsen (derzeit Emden) sind das je ein Vertreter aus Bremen (Bremer SV), Hamburg (Wandsbeker TSV Concordia) und Schleswig-Holstein (SV Todesfelde oder SV Eichede). Jedes Team hat drei Spiele. Eines davon wird im eigenen Stadion ausgetragen, eines auf neutralem Boden, eines ist ein echtes Auswärtsspiel. Zwei der vier Mannschaften steigen in die Regionalliga auf.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)
Dirk de Vries
Dirk de Vries Emder Zeitung