Oldenburg - Zu einem kuriosen Zahlensalat hätten die Lokalmatadore vom Verein für Traditionellen Budosport fast das Oldenburger Pokalturnier im Karate gemacht. Bei der 12. Auflage verbuchten die Gastgeber 12 Silber- und 12 Bronzemedaillen, schrammten aber mit „nur“ 11 Siegen ganz knapp an dem perfekten Zahlenspiel vorbei. Dass für Mathefreaks ein Erfolg fehlte, störte die Kampfsport-Asse vom VTB natürlich nicht.
250 Athletinnen und Athleten von 23 Vereinen aus dem ganzen norddeutschen Raum zeigten auf vier Flächen in der Sporthalle am Brandsweg ihr Können im Kata (Formenlaufen), Kata-Team, Kumite (Freikampf) sowie Kumite-Team nach dem Regelwerk des Deutschen Karate Verbandes (DKV). Erstmalig gab es bei den Kindern zusätzlich zu den Unterteilungen in Gürtel- und Altersstufen in den Gruppen mit besonders vielen Meldungen auch Gewichtsklassen.
Erfolgreichster Lokalmatador war wieder einmal Nick Praßel, der zweimal Einzel-Gold sowie Bronze im Kumite-Teamkampf gewann. „Nick steigerte sich von Kampf zu Kampf und zeigte im Finale seine stärkste Vorführung“, meinte VTB-Trainer Alexander Hartmann zur Leistung von Praßel im Kata (12 bis 14 Jahre, männlich, ab 5. Kyu), wo sich Benjamin Ordobazari (TV Papenburg) im Finale mit 1:2-Kampfrichter-Stimmen geschlagen geben musste.
Beim Kumite dominierte Praßel in seiner Klasse (12 bis 14 Jahre, männlich, über 45 Kilogramm) die Gegner „mit sehr gut ausgeführten Techniken“, lobte Hartmann. Im Halbfinale setzte er sich erneut gegen Ordobazari durch und traf im Duell um Gold auf dessen Vereinskollegen Thomas Bürkle, der seine Vorkämpfe sogar alle ohne Gegentreffer gewonnen hatte.
Beim Stand von 10:10 ertönte das Gongzeichen für den Beginn der letzten 10 Sekunden, als Praßel seinen Gegner mit einem Fersendrehschlag nach vorn auskonterte und mit einer Drei-Punkte-Wertung seinen zweiten Triumph perfekt machte.
Im Kumite-Team (12 bis 14 Jahre, männlich) erkämpfte sich Praßel mit Moritz Lind und Matthis Ritterhoff Bronze hinter dem TV Papenburg und dem Karate Dojo Rinteln.
Eine weitere Kata-Goldmedaille für den VTB holte Tim Diekmann, der sich in seiner Klasse (6 bis 8 Jahre, männlich, bis 9. Kyu) vor Vereinskamerad Lasse Bümmerstede durchsetzte. Auch Nikita Maksunov (9 bis 11 Jahre, männlich), Wencke Emkes (ab 18 Jahre, weiblich), Alexander Schumann (ab 18 Jahre, männlich) und Christina Möller (ab 35 Jahre, weiblich) landeten im Kata ganz vorn.
Möller machte es Praßel nach und holte auch in ihrer Kumite-Klasse Gold. Für weitere VTB-Siege sorgten Eva-Maria Sündermann, die sich in der Leistungsklasse ab 18 Jahren nach anfänglichen Problemen durchbiss, sowie Franz Leonhardt (ab 18 Jahre, bis 4. Kyu) und Timo Hesper (ab 18 Jahre, ab 3. Kyu).
