Cloppenburg/Auckland - Er fuhr am anderen Ende der Welt – und noch fährt er in einer anderen Welt: Aber dass Martin Smolinski in Neuseeland als erster deutscher Speedway-Fahrer einen Grand Prix gewonnen hat, dürfte auch die Nachwuchsfahrer des MSC Cloppenburg zusätzlich motivieren. Die zeigten, während der Münchner in Auckland seinen historischen Triumph feierte, dass sie schon einiges drauf haben. Und wenn sie so weitermachen, werden sie vielleicht selbst einmal so erfolgreich wie Smolinski sein.
Schließlich sind sie in ihren Altersklassen schon echte Topfahrer: Der neunjährige Marlon Hegener (Junioren A), der elfjährige Kevin Lück (Junioren B) und der 14-jährige Lukas Fienhage (Junioren C) haben am Sonnabend auf der Bahn ihres Vereins MSC Cloppenburg den zweiten Lauf der Rennserie um den ADAC-Weser-Ems-Cup gewonnen (die NWZ berichtete). Da alle drei Talente auch schon im ersten Rennen in Werlte triumphiert hatten, führen sie die Gesamtwertungen ihrer Klassen souverän an.
Sie ließen vor etwa 200 Zuschauern einmal mehr aufhorchen – und zwar nicht nur mit lauten Motorengeräuschen. So siegten die Lokalmatadore nicht nur, sondern holten auch noch jeweils die maximale Punktzahl. Da konnte selbst das schnelle Mädchen Ann-Kathrin Gerdes, dessen Vorbild Tobias Kroner vom MSC Cloppenburg ist, nicht mithalten. Die Fahrerin aus Zetel wurde hinter Marlon Zweite der Junioren A.
Hinterher gab es dann Urkunden für alle Teilnehmer von Rennleiter Mario Trupkovic und Lob für den Veranstalter von ADAC-Weser-Ems-Cup-Koordinator Ulrich Ehlert. Das nächste Rennen steht schon an diesem Sonntag in Mulmshorn (Rotenburg/Wümme) an. Der MSC Schwarme (Bruchhausen-Vilsen) ist am 26. April Gastgeber des vierten Renntags, anschließend geht es in eine längere Pause. So geht es erst am 5. Juli in Bad Zwischenahn weiter, bevor der letzte Lauf am 13. September in Wagenfeld (Landkreis Diepholz) über die Bühne geht.
Und vielleicht führt der Weg der Talente des MSC Cloppenburg ja tatsächlich über diese nahe gelegenen Ortschaften bis in die Millionenstadt Auckland. Allerdings ist der Weg dorthin ähnlich weit wie der in die Speedway-Weltspitze . . .
