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NWZonline.de Sport

Nicht alle Männer kommen mit Darts-Frauen klar

21.12.2018

London /Frankfurt Die leicht bekleideten Walk-On-Girls sind endlich aus dem Alexandra Palace verbannt, die beiden einzigen Teilnehmerinnen der WM in London allerdings bereits ausgeschieden. Der immer populärere Darts-Sport tut sich noch schwer mit Frauen-Power. Nun wurde der TV-Experte Gordon Shumway nach seinen abfälligen Kommentaren abgesetzt. „Bei Bayern München spielen jetzt auch keine Frauen mit“, hatte er gesagt – und einen Shitstorm geerntet.

„Ich bin kein Freund von diesem Zirkus. Ich weiß nicht, was das soll, zwei Damen bei einem professionellen Darts-Turnier mit aufzunehmen?“, sagte der 50-jährige Shumway aus dem hessischen Rodgau beim TV-Sender Sport 1 während des Duells zwischen der Russin Anastasija Dobromyslowa und des Engländers Ryan Joyce: „Wenn man den Damen eine Plattform geben möchte, dann kann man das anderweitig tun.“ Shumway erntete dafür massive Kritik – und entschuldigte sich „bei allen Mädels und Damen im Dartssport“. Bei seiner Meinung zu getrennten Wettkämpfen blieb der Ex-Spieler aber. Am Mittwoch kündigte Sport 1 an, ihn nicht mehr einzusetzen.

„Es spielen so viele Frauen tolle Darts. Gebt ihnen, damit auch uns, das Recht, sich zu beweisen! Sie haben es sich mehr als verdient!“, sagt Ex-Nationalspieler Martin Hebecker, der selber regelmäßig gegen Frauen antritt. Auch wenn mehr Männer die Pfeile werfen, waren die Frauen bei Turnieren der Professional Darts Corporation (PDC) schon immer gleichberechtigt – in gemischten Wettkämpfen aber selten ganz vorne dabei.

In London liefen Dobromyslowa und Lisa Ashton als reguläre Teilnehmerinnen ein. Denn erstmals waren in diesem Jahr von den 96 Startplätzen zwei für Frauen reserviert. „Der DDV steht für die Frauen im Darts. Wir wollen die Frauen weiterhin im Sport haben“, erklärt Michael Sandner, der Präsident des Deutschen Darts-Verbandes

Warum im „AllyPally“ und generell die Männer dominieren? Sandners Erklärung: Es gebe einfach noch zu wenige Spielerinnen, um den Pfeil-Sport in Deutschland groß zu machen. Nur rund zehn Prozent der knapp 12 000 gemeldeten Spieler sind weiblich. „Auch weil man im Fernsehen einfach immer nur Männer sieht“, sagt der Verbandschef.

Und dennoch: Für den DDV sind die Frauen die „Medaillen-Garanten“, so Sandner. Beim Europa-Cup holten ausschließlich sie Edelmetall. In London aber mussten Dobromyslowa und Ashton bereits nach ihren Auftaktspielen die Heimreise antreten. Besonders Ashton zeigte in ihrer Partie aber, dass die Frauen bei dem Präzisionssport durchaus mit den Männern mithalten können.

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