LONDON - Der ehemalige FIA-Präsident Max Mosley hat entsetzt auf die Aufhebung der Strafe des ehemaligen Renault-Teamchefs Flavio Briatore reagiert. „Die Idee, dass er einfach davonkommt, ist Wunschdenken“, erklärte der 69-jährige.
Briatore war als Drahtzieher des Unfall-Skandals beim Formel-1-Rennen in Singapur im September 2008 vom Auto-Weltverband FIA lebenslang gesperrt worden. Ein Pariser Gericht hob die Sperre jedoch am Dienstagabend auf. Briatore soll damals den Ex-Piloten Nelson Piquet jun. angewiesen haben, einen Unfall zu bauen. „Das war Betrug und damit unehrenhaft“, schimpfte Mosley zurück. „Schlimmer noch: Er hat Menschen in Gefahr gebracht.“
Während Briatore seinen Freispruch feiert, bedeute dieser für Mosley das Ende der Glaubwürdigkeit. Dessen Anschuldigungen, es habe sich bei der Strafe um einen persönlichen Rachefeldzug gehandelt, bezeichnete Mosley als „Blödsinn“.
