LüNEN - Völkerball ist eine Sportart, in der am Ende der AT Rodenkirchen deutscher Meister wird. So könnte das Fazit nach dem elften DTB-Pokal lauten. Denn in Lünen triumphierte das Team um Spielertrainerin Julia Ahlhorn und gewann die deutsche Meisterschaft zum sechste Mal in Folge.
„Vor dem Finale war unser Gegner aus Altenoythe sehr nervös. Aber die junge Mannschaft hat Zukunft“, lobte Ahlhorn den Gegner. Im Endspiel kam es zu einem reinen niedersächsischen Finale. Der SV Altenoythe stand zum ersten Mal im Finale, war sehr nervös und fand nicht zu seinem Spiel. Satz eins, der nur neun Minuten dauerte, wurde vom ATR mit 4:0 gewonnen. Auch im zweiten Satz landete der Titelverteidiger einen Treffer nach dem anderen. Erst als es 7:2 für Rodenkirchen stand, holte Altenoythe nach drei Abwürfen auf. Doch nun spielte der ATR seine Routine und Beweglichkeit aus. Durch zwei gezielte Anwürfe gewann Rodenkirchen das Finale.
„Wir haben im Training viel daran gearbeitet, dass jede Spielerin auf jeder Position agieren kann“, setzt Julia Ahlhorn neben der Physis und der Taktik auf große Variabilität im Spiel. „Auch wenn einige jüngere Spielerinnen eingebaut wurden, passt die Mischung“, sieht Ahlhorn einen weiteren Grund für den Erfolg. Aber vor allem die harte Vorbereitung, die für eine großartige konditionelle Basis gesorgt hatte, gab den Ausschlag. Schließlich sind bis zum Finale in zwei Tagen acht Spiele bewältigen.
Dabei begann das bestens organisierte Meisterschaftsturnier für den AT Rodenkirchen kurios. Der Gegner aus Aschbach, der im ersten Satz mit 1:0 dennoch sicher bezwungen wurde, griff im zweiten Satz zu unsportlichen Mitteln. „Als auf beiden Seiten nur noch eine Spielerin übrig geblieben war, legte sich unsere Gegnerin in brenzligen Situationen stets auf den Boden. Da wirft man eine Spielerin ungern ab. Aber diese Mätzchen zogen sich über zehn Minuten hin, so dass das Publikum uns schon aufforderte, Schluss zu machen“, berichtete Ahlhorn.
Die Duelle danach gegen Spelle (1:0, 6:0), Lüner SV (1:0, 8:0) und Westenholz (1:0, 1:0) liefen problemlos ab. In der zweiten Gruppenphase gegen Schöning (7:0, 5:0) und Eppelborn (5:0, 1:0) überzeugte der ATR weiter durch sein schnelles Spiel. In der Endrunde ging es erneut gegen Aschbach, wobei die „Übeltäterin“ aus der Gruppenphase, wie zuvor besprochen, früh heraus geworfen wurde. Mit 3:0 und 6:0 war die Angelegenheit diesmal deutlich. Doch dann musste der ATR zittern. Nach dem 6:0 gegen Delbrück, ging Satz zwei mit 0:5 verloren. Das Finale war gefährdet. Aber Delbrück gewann Satz eins gegen Aschbach nur mit 1:0 und verlor mit 0:4 Satz zwei, so dass für den ATR nun alles für den sechsten Titelgewinn bereitet war. . .
