LüNEN - Wenn es im Völkerball um den DTB-Pokal, der so genannten deutschen Meisterschaft geht, steht der AT Rodenkirchen auf der Liste der Favoritinnen stets ganz oben. Kein Wunder, denn wenn an diesem Wochenende in Lünen (bei Dortmund) der Titel zum elften Mal vergeben wird, ist der ATR einmal mehr der Gejagte. Schließlich hat die von Spielertrainerin Julia Ahlhorn geführte Mannschaft fünf Mal in Folge die Meisterschaft geholt.

„Sicher würden wir gerne zum sechsten Mal in Folge gewinnen. Aber es wird schwer, denn die Konkurrenz ist den vergangenen Jahren größer geworden“, gibt Ahlhorn zu Bedenken und verweist auf einen eher ungewöhnlichen Saisonverlauf 2010. Im Juni lief bei den Landesmeisterschaften so ziemlich alles schief. Angesichts des großen Kaders waren zwei Mannschaften gemeldet worden. Durch widrige Umstände schrumpften die Team und am Ende rettete die Zweite Mannschaft, die Nachwuchsauswahl mit dem dritten Platz die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft.

Dies war Anlass, mit der Vorbereitung auf die Titelkämpfe früh zu beginnen und sie besonders intensiv zu führen. „Auch in der Ferienzeit, als die Halle geschlossen war, haben wir intensiv auf dem Sportplatz trainiert. Die Mannschaft ist fit und selbstbewusst“, ist Ahlhorn mit dem Stand zufrieden, was auch für die spielerischen Komponenten gilt. Als größte Widersacher schätzt sie die anderen Teams aus Niedersachsen mit Altenoythe und Loppersum, sowie den Delbrücker SC und den Gastgeber Lüner SV ein.

Gespant sein darf man, wie der Generationswechsel klappen wird, den einige erfahrene Spielerinnen werden fehlen. Doch der Nachwuchs, der schon bei der Landesmeisterschaft gut einschlug, ist stark genug, die Lücken zu schließen. Wer die Mannschaft an diesem Sonntag, dem Finaltag unterstützen will, kann per Bus mitfahren. Start ist um 6 Uhr ab Bahnhof Rodenkirchen. Anmeldung bei Julia Ahlhorn (0175/9724183).