Ohmstede - Am Freitag, 14. Juni, rollt der Ball wieder: Ab 8.30 Uhr spielen über 300 Oldenburger Grundschülerinnen im Rahmen des von der NWZ unterstützten Integrationsprojekts MICK (Mädchen kicken mit) Fußball auf dem Sportplatz des FC Ohmstede an der Rennplatzstraße. Die Mädchen treten in 24 Teams gegeneinander an.
Viele von ihnen haben ein Jahr lang in ihren Schul-AGs geübt und fiebern diesem Tag schon entgegen. Organisiert wird das Turnier von jugendlichen Fußballassistentinnen der IGS Flötenteich, die mehr als 120 Spiele „schiedsen“, Obst, Gemüse und Getränke vorbereiten und mit den Dritt- und Viertklässlerinnen aus fast allen Oldenburger Grundschulen einen Fußball-Tag verbringen. Mittendrin sind die IGS-Schülerinnen Lisa Baumann und Hannah Feddersen, die nach ihrer Ausbildung eine Mädchenfußball-AG angeleitet haben und am 14. Juni als Schiedsrichterinnen eingesetzt werden.
MICK wird von der Stadt Oldenburg und der Laureus Sport for Good Foundation Germany finanziert und von dem Institut Integration durch Sport und Bildung an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg umgesetzt. Das Projekt besteht aus den vier Bausteinen Mädchenfußball-AG an Schulen, Turnieren, der Ausbildung von jugendlichen Mädchen zu Fußballassistentinnen und Fußball-Camps für Mädchen. In Oldenburg üben jede Woche 165 Mädchen in elf Schulen mit einem erhöhten Migrationsanteil in den Schul-AGs. Ziel ist der Übergang von migrantischen Mädchen in den Fußballverein.
„In diesem Jahr ist dies besonders gut an der Grundschule Krusenbusch gelungen. Durch das Projekt konnte der Krusenbuscher SV eine erste Mädchenfußballmannschaft aufbauen“, erläutert Kerstin Pößiger von der Universität Oldenburg. „Insgesamt sind wir sehr zufrieden, denn durch das Projekt bieten nun elf Sportvereine Mädchenfußball an, und in den AGs kicken inzwischen mehr als 40 Prozent Mädchen mit Migrationshintergrund mit“, ergänzt Kornelia Ehrhardt, Frauenbeauftragte der Stadt Oldenburg.
Im Jahr 2013 kann das MICK-Turnier nun schon Jubiläum feiern. Zum zehnten Male kicken die Oldenburger Grundschülerinnen auf dem Ohmsteder Sportplatz. Mittlerweile hat das MICK-Projekt eine Vorreiterrolle in der Sportentwicklung eingenommen und wird bundesweit an 200 Standorten umgesetzt.
