Rastede - Erst die Krone, dann die Äste, am Ende der Stamm: Mitarbeiter des Forstbetriebes Gericke haben am Donnerstag im Rasteder Schlosspark buchstäblich Kleinholz aus der bei einem Sturm umgestürzten Hängebuche gemacht. „Ich denke, dass wir etwa einen halben Tag benötigen werden“, sagt vor Ort Andreas Gericke.
Mit Motorsägen rücken er und Mitarbeiter Waldemar Konschu dem einst majestätischen Baum zu Leibe. Beide tragen Helme mit Schutzvisier, Gehörschutz und Sicherheitsschuhe bei ihrer Arbeit.
Der Forstbetrieb ist auch für die Durchforstung des Rasteder Schlossparks zuständig. Dort, wo Bäume zu dicht stehen, werden einzelne Bäume entfernt, damit sich der Restbestand weiterentwickeln kann, erklärt Gericke.
Das Holz der Hängebuche will der Lions-Club Rastede für einen guten Zweck verkaufen (NWZ berichtete). Mit dem Erlös soll der Freundeskreis Schlosspark unterstützt werden, der gerne einen neuen Baum anpflanzen möchte – dort, wo in den vergangenen fast 150 Jahren die Hängebuche stand. Sie war um 1870 von Großherzog Nikolaus Friedrich Peter am Rande des Schlossparks gepflanzt worden. Außerdem möchte der Lions-Club Kinder unterstützen, die an einer Lese- und Rechtschreibschwäche leiden.
