MANNHEIM - Im Zwei-Jahres-Turnus messen sich in Mannheim beim Albert-Schweitzer-Turnier (AST) auf Einladung des Deutschen-Basketball-Bundes (DBB) die besten Jugend-Nationalteams der Welt. Vom 7. bis 14. April war es wieder soweit, 16 Teams spielten den inoffiziellen U-18-Weltmeister aus. Mittendrin: Mladen Drijencic, Trainer des Regionalliga- und JBBL-Teams der Baskets Akademie, in seiner Funktion als Co-Trainer der deutschen U-18-Nationalmannschaft, die er seit dem Jahr 2009 inne hat.
Wir haben bis zum Ende um eine Medaille gekämpft. Als Sportler ist man zwar enttäuscht darüber, dass es nicht geklappt hat, aber wir können trotzdem mit dem Erreichten zufrieden sein, sagte Drijencic, der mit der DBB-Auswahl den vierten Platz belegte.
Das AST gilt als Sprungbrett für hoffnungsvolle Talente und hat schon NBA-Superstars wie Dirk Nowitzki, Tim Duncan oder Toni Parker den Weg in die beste Basketball-Profiliga der Welt geebnet. Seit dem Jahr 1958 findet das AST statt, Rekordsieger sind die USA mit zehn Titeln. Das deutsche Team feierte im Jahr 2010 seinen größten Erfolg, als man bis ins Finale vordrang, dort aber Australien unterlag.
Auch in diesem Jahr war das Turnier wieder ein Schaulaufen der großen Basketball-Nationen: Frankreich, Italien, Serbien, Spanien, Türkei und die USA waren mit ihren Auswahlteams vertreten.
Drijencic, der die Vor- und Zwischenrunde mit der deutschen Mannschaft ohne Niederlage überstand, bezeichnet sich selbst als rechte Hand des Bundestrainers Kay Blümel: Kay ist hauptverantwortlich, ich bekomme von ihm aber spezielle Aufgaben, wie die taktische Vorbereitung auf die Gegner er schätzt und involviert mich sehr.
Auf dem Weg ins Finale wartete schließlich Serbien auf die Deutschen. Gegen die Osteuropäer, die sich erst im Finale Turniersieger Spanien geschlagen geben mussten, endete der Siegeszug des DBB-Teams (58:68). Somit ging es im Spiel um Platz drei wie in der Vorrunde gegen die Türkei.
Doch dieses Mal sollten die Türken erfolgreich sein, und der Gastgeber verpasste die ersehnte Bronzemedaille durch eine 85:90-Niederlage.
Viel mitgenommen hat Drijencic trotzdem: Für mich als Trainer gibt es immer neue Sachen zu lernen. Beim AST kann man Teams aus der ganzen Welt sehen. Das hilft mir, mich zu entwickeln, und so profitiert auch das Programm in Oldenburg davon.
