MARKHAUSEN - Am 16. September beginnt der Wettkamp. 50 Fans reisen mit.
Von Karin Olliges
MARKHAUSEN - Dass Erfahrung nicht unbedingt an das Alter gebunden ist, beweist die Markhauser Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Trotz eines Durchschnittsalters von 22 Jahren können die Mitglieder der vier Teams auf reichlich Wettkampfroutine verweisen. Vielleicht war es das, was anderen Mannschaften beim Erste-Hilfe-Landeswettbewerb in Bad Zwischenahn fehlte. Zum vierten Mal errang das Markhauser Team den obersten Podiumsplatz. Dabei ist die Erfahrung wohl nur ein Teil des Erfolgsgeheimnisses.Mit zwei zusätzlichen Trainingseinheiten pro Woche machten sich die Teammitglieder vor dem Wettkampf fit in Theorie und Praxis. Dienstabende ergänzten die Vorbereitung. „Vor einem Wettbewerb ist das Training besonders intensiv. Die Schiedsrichter achten später auf jede Kleinigkeit“, sagt Bereitschaftsleiter Martin Bullermann. Der Markhauser weiß, wovon er spricht. Seit einigen Jahren ist er auch als Wertungsrichter bei DRK-Wettkämpfen aktiv. Um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden, trainieren die Mitglieder im Grunde schon seit ihrem Vereinseintritt in jungen Jahren. Sie nehmen am Sanitätsdienst und Fortbildungen unter anderem im medizinischen Bereich teil, die sie auch auf den Einsatz im realen Leben vorbereiten. Den Umgang mit dem „First-Responder“ zur Herzkreislaufwiederbelebung haben ebenfalls einige erlernt. Genauso wichtig ist aber auch die Beobachtung der internationalen Konkurrenz. Bei Wettkämpfen auf europäischer Bühne sind regelmäßig einige Rot-Kreuz-Helfer aus
Markhausen Zuschauer.
Sind das also die Formel für eine Gewinnermannschaft? Nicht ganz. „Jeder wird bei uns gleich behandelt, egal ob Jung oder Alt. Ein Jugendlicher kann genauso seine Meinung sagen wie jedes andere Mitglied“, erklärt der Bereitschaftsleiter die besondere Bedeutung der Kameradschaft im Verein. Junge Mitglieder gibt es genug. 25 Jugendliche trainieren im Jugendrotkreuz zahlreiche junge Erwachsene in der Bereitschaft. Die Mühen der vergangenen Jahre haben sich rentiert. Sieben Mal waren die Markhauser schon Kreismeister. Dieses Jahr reichte es zwar nur für den dritten Platz. Dafür konnten sie beim Landesentscheid das Feld von hinten aufräumen. Bullermann: „Wir haben unser Bestes gegeben. Und das wurde belohnt.“ Nun werden sie vom 16. bis zum 18. September ihr Können beim Bundesentscheid in Freiburg beweisen. Begleitet werden sie von 50 Schlachtenbummlern. Der Bereitschaftsleiter hofft auf einen Platz im Mittelfeld, betont aber im gleichen Atemzug die Wichtigkeit der Tagesform. Vielleicht ist
das der Unterschied zwischen Sieger und Verlierer: die richtige Portion Glück.
