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„Master of Speedway“ in Moorwinkelsdamm Clubfahrer glänzen im heimischen Oval

Hängte alle seine Konkurrenten bei den Junioren B vor heimischer Kulisse gnadenlos ab: Thies Schweer (vorne) vom gastgebenden MSC Moorwinkelsdamm

Hängte alle seine Konkurrenten bei den Junioren B vor heimischer Kulisse gnadenlos ab: Thies Schweer (vorne) vom gastgebenden MSC Moorwinkelsdamm

Daniel Sievers

Moorwinkelsdamm - Mächtig Werbung für den Bahnsport im Allgemeinen und die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des MSC Moorwinkelsdamm im Speziellen haben am Samstag die clubeigenen Talente beim „Master of Speedway“ gemacht. Bevor am Abend die Profis durch das Stadion-Oval am Linsweger Weg rauschten, hatten am Nachmittag bereits die Nachwuchshoffnungen im Alter von sechs bis 21 Jahren ihr Können gezeigt. Dabei ergatterten die Talente des gastgebenden MSCM zwei Junior-Masters-Titel sowie drei weitere Podestplätze.

Sieg mit Maximum

„Löppt!“, hieß es bei seinem Heimspiel einmal mehr für Lokalmatador Thies Schweer. Denn der Vize-Europameister war bei den Junioren B (125 ccm) das Maß der Dinge. Der Zeteler, der seine Lieblingsbahn aus dem Effeff kennt, gewann neben den vier Vorläufen auch das Finale und holte sich so mit der maximalen Punkteausbeute den Siegerpokal. „Es hat riesig Spaß gemacht“, freute sich Schweer diebisch über seinen Titelcoup. „Insgesamt war es ein mega aufregender Renntag vor atemberaubender Kulisse am Abend“, ergänzte er.

Diebisch freute sich Andzejs Lebedevs (Mitte) über seinen Titelcoup beim „Master of Speedway 2023“ vor Jan Kvech (links) und Titelverteidiger Vaclav Milik.

„MASTER OF SPEEDWAY“ IN MOORWINKELSDAMM Spektakel endet mit dicker Überraschung

Henning Busch
Moorwinkelsdamm

Den zweiten Junior-Masters-Titel in den Vereinsfarben des MSC Moorwinkelsdamm holte sich der amtierende Deutsche Meister Elyas Dirksen in der Klasse A (50 ccm). Aufs Siegerpodest raste am Wochenende auch Clubfahrer Lester Matthijssen. Der junge Niederländer, der als Vize-Weltmeister und Europameister des Vorjahres erst in diesem Frühjahr in die Junior-C-Klasse (250 ccm) aufgestiegen ist, wurde in der Friesischen Wehde Zweiter hinter Maksymilian Pawelczak aus Polen.

Geschwister-Duell

Abgerundet wurde die beeindruckende Pokalsammlung der Gastgeber durch zwei dritte Plätze. Während Tajo-Nicolas Groh bei den Junioren B den Bronzerang belegte, gab es in der U-21-Klasse (500 ccm) ein packendes Geschwisterduell um diese Platzierung. Am Ende setzte sich Jeffrey Sijbesma gegen seine jüngere Schwester Nynke durch. Ann-Kathrin Gerdes komplettierte in dieser Klasse das gute Ergebnis der MSCM-Piloten und belegte den sechsten Platz.

Den U-21-Titel sicherte sich derweil die australische Nachwuchshoffnung Michael West. Als Gewinner wurde er zudem automatisch als Reservefahrer für das große Masters am Abend gesetzt. Er kam dort unter Flutlicht sogar zu einigen Einsätzen und konnte wertvolle Erfahrungen im bärenstarken internationalen Fahrerfeld sammeln.

In der Klasse A startete am Nachmittag aus MSCM-Sicht noch Taleya Gröne. Sie überraschte die Konkurrenz, in ihrem erst zweiten Rennen überhaupt mit gekonnten Starts. Am Ende wurde die Achtjährige Fünfte. Lenn Buddelmann musste krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

In der „SVG-AG Arena“ hatte Jugendwart Frank Ernst diverse Kinder mit ihren Eltern über den Einstieg in den Bahnsport informiert. „Es besteht die Möglichkeit, sich über unsere Internetseite zu einem Schnuppertraining des MSC Moorwinkelsdamm anzumelden“, erklärte er: „Die dafür benötigte Sicherheitsausrüstung und das Motorrad werden für die ersten Versuche durch den Verein zur Verfügung gestellt.“

Positive Bilanz

Abschließend zeigten sich die Macher aus Moorwinkelsdamm nicht nur von der großen Resonanz von insgesamt 2500 Zuschauern, sondern auch vom Verlauf des kompletten Renntages begeistert. Das Organisatoren-Team um den Vorsitzenden Jochen Rädiker und Rennleiter Matthias Maaßen bedankte sich nach der 27. Auflage des Traditionsrennens im Jubiläumsjahr des Vereins, der bereits seit 50 Jahren besteht, außerdem bei den mehr als 100 Helfern sowie den Sponsoren für die große Unterstützung.

„Wir sind voll und ganz zufrieden“, betonte Rädiker. Er freute sich auch über viel positives Feedback: „Wir haben von den Fahrern, Offiziellen, Sponsoren und Zuschauern nur Lob bekommen. Und sportlich waren wirklich einige echte Hammerläufe dabei.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)
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