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OTeV-Abschied von Mattis Wetzel Wieso Urgestein ganz weich werden könnte

Nach fast zwei Jahrzehnten tritt Mattis Wetzel an diesem Samstag zum vorerst letzten Mal im OTeV-Trikot an.

Nach fast zwei Jahrzehnten tritt Mattis Wetzel an diesem Samstag zum vorerst letzten Mal im OTeV-Trikot an.

Piet Meyer

Oldenburg - Verglichen mit den unzähligen Kilometern, die er zurückgelegt hat, um zum Beispiel aus London oder zuletzt aus der Schweiz immer wieder anzureisen, um im OTeV-Trikot dem gelben Filzball nachzujagen, war es für Mattis Wetzel früher ein Katzensprung zur Tennis-Anlage am Johann-Justus-Weg. Als gebürtiger Oldenburger war der heute 33-Jährige eine der prägenden Figuren der Erfolge in diesem Jahrtausend, die den Verein nicht nur einmal in die 2. Bundesliga brachten. Im letzten Spiel der Wintersaison in der Regionalliga Nord-Ost feiert Wetzel an diesem Samstag ab 13 Uhr in eigener Halle gegen den Hildesheimer TC Rot-Weiß nun sein Abschiedsspiel für den Club und die Mannschaft seines Herzens.

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In der Schweiz

„Das ist schon eine komische Situation, dass dieses Urgestein des OTeV uns verlassen wird“, sagt Michel Dornbusch über seinen nur gut zehn Monate älteren (Tennis-)Kumpel, der ganz weich werden könnten, wenn er jetzt nach fast zwei Jahrzehnten seinen vorerst letzten Auftritt im Oldenburger Trikot erlebt. Wetzel, der nach einigen Jahren in London seit September 2022 in Bern für eine Sport-Marketing-Agentur arbeitet, werde sich ein Team, „im neuen beruflichen Umfeld in der Schweiz suchen“, kündigte Sportleiter Daniel Greulich schon im Dezember an.

Wieder fit: Alexander Meyer fehlte zuletzt krankheitsbedingt beim TC Alfeld (5:1), ist jetzt aber einsatzbereit.

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In der Sommersaison

Der Aufwand, der mit weiteren Teilnahmen an Oldenburger Punktspielen verbunden wäre, sei künftig zu groß, so dass sich Wetzel dazu entschieden hat, in der Sommersaison ab 14. Mai nicht dabei mitzuhelfen, einen erneuten Zweitliga-Aufstieg zu schaffen. „Das Team und der Vorstand wollen sich würdig von Mattis für seinen großen Einsatz für den OTeV seit dem Jahr 2004 bedanken“, erklärt Teammanager Sebastian Strehle. „Wir tun als Mannschaft alles, dass er den Abschied bekommt, den er nach all den Jahren verdient hat“, verspricht Dornbusch.

Unkonventionell

Der Hildesheimer TC hat gleich mehrere Akteure, die eher unkonventionell agieren. OTeV-Spielertrainer Michel Dornbusch (bisher 4:0 Siege in Einzel wie Doppel) trifft vermutlich auf Linkshänder Dominik Bartels (4:0, 3:1) „Ich hatte in der Vergangenheit mehrfach ziemliche Probleme mit ihm, auch wenn ich die letzten Spiele alle gewonnen habe“, erzählt Dornbusch: „Da man eher selten gegen Linkshänder spielt, ist das eine ziemliche Umstellung. Meine üblichen Returns nach dem Aufschlag des Gegners landen in der Regel auf dessen Rückhand – in dem Fall auf der Vorhand. Auch kommen dessen Aufschläge woanders an.“

In der Tabelle

Es gibt aber auch sportliche Gründe, keine Gastgeschenke zu verteilen. Mit einem Remis in ihrem letzten Duell würden die beim Saisonfinale in einer Woche spielfreien Oldenburger (6:4 Punkte/3. Platz) die Restzweifel am Klassenerhalt aus eigener Kraft beseitigen. Selbst bei einer 0:6-Niederlage gegen Hildesheim (4:4/4.) müsste aber schon viel schiefgehen. Unter anderem dürfte dann der auf Abstiegsrang fünf stehende TC Alfeld (2:6/5.) bei seinen zwei Auftritten nur noch zwei Matches abgeben – und der spielt jetzt parallel bei Fast-Schon-Meister Club an der Alster (8:0/1.).

Sorgte einmal mehr nervenstark im Einzel für das wichtige 2:2: Thriller-Spezialist Florian Barth

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In der Pflicht

„Wir wollen nicht am letzten Spieltag zu Hause sitzen und auf den Misserfolg anderer Teams hoffen – sondern lieber auf unsere Stärke setzen“, sagt Dornbusch und möchte sich zugleich auch keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen „Wir haben uns selbst in der Vergangenheit immer wieder aufgeregt, dass Mannschaften, für die es um nichts mehr geht, einem anderen Team einen unfairen Vorteil verschafft haben – da fangen wir jetzt nicht selbst damit an.“

Bild: Archiv

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Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion
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