Bad Zwischenahn - Ungewöhnliche Physikstunden haben knapp 60 Neuntklässler der Hauptschule Bad Zwischenahn in den vergangenen sechs Wochen verlebt: Statt Formeln lernen und Massen berechnen stand ganz viel Praxis auf dem Stundenplan: Mit einfachen Materialien sollten in Zweier-Teams Fahrzeuge gebaut werden, die so weit wie möglich fahren. Und der Antrieb musste immer derselbe sein: eine Mausefalle. Am Freitag sollten Rennen zeigen, welches Team diese Aufgabe am besten gelöst hat.
Ob CDs als Räder oder gleich LPs, ob ein Chassis aus Styropor, Pappe oder Holz – alle Fahrzeuge durften sich allein durch die Umwandlung der Spannenergie in Bewegungsenergie fortbewegen. In drei Wettfahrten wurden die weitesten und die über die Strecke von einem Meter schnellsten Fahrzeuge gesucht.
Und die Fantasie kannte keine Grenzen – nicht nur bei der Benennung der Gefährte. Hier wurden CDs der besseren Bodenhaftung wegen mit Luftballonen überzogen, dort wurden gleich zwei Mausefallen parallel geschaltet (was der Jury allerdings auffiel). Auf die größten Räder hatten Britta und Nesrin gesetzt: Sie nahmen Langspielplatten für ihr zweirädriges Gefährt. Das konnte aufgrund seiner Masse und Dimension beim Sprint zwar nicht ganz mithalten, legte mit 8,90 Meter aber eine der weitesten Strecken zurück.
Bewertet wurden aber nicht nur die jeweils längste zurückgelegte Strecke und gefahrene Zeit. Auch die Konstruktion des Mausefallen-Fahrzeugs und eine schriftliche Ausarbeitung waren Teil des Projekts: „Wir erwarten von den Neuntklässlern da schon eine professionelle Arbeit“, meinte Lehrer Waldemar Neigel bei allem Spaß.
