Ostrittrum - Das Motorgeräusch einer NSU-Max lässt die Herzen der Liebhaber betagter Kradtechnik höher schlagen. Die Schubstangensteuerung der Motorventile ist legendär. Von 1953 bis 1962 baute NSU die Zweiräder in Serie. Rund 120 der selten gewordenen Motorräder sind an diesem Wochenende nicht nur in der Gemeinde Dötlingen, sondern auch auf den Straßen des Landkreises zu hören und zu sehen. Quartier haben die Oldtimerfreunde der NSU Max-Interessengemeinschaft auf der Weide gegenüber vom Schweers-Hof und in der Scheune auf dem Hofgelände in Ostrittrum gefunden.
22. Treffen
Das 22. Treffen der IG hat der Ostrittrumer Karl-Heinz von Döllen organisiert. Leider konnte er krankheitsbedingt nicht voll an dem Treffen teilnehmen, aber die Organisation klappte perfekt, wie auch IG-Präsident Dieter Kaiser aus Langerwehe bei Köln betonte.
So wie er, waren an die 300 Motorradfreunde angereist. Die ersten schon am Donnerstag. Das Gros kam am Freitag. Die weiteste Anreise hatte ein Max-Fahrer aus Norwegen hinter sich, aber auch aus der Schweiz und anderen EU-Staaten reisten Fahrer an.
„Unsere Treffen finden jedes Jahr an immer wieder neuen Ausrichtungsorten statt. 2013 freuen wir uns, hier an diesem idyllischen Ort sein zu dürfen“, lobte Präsident Dieter Kaiser das Ambiente.
Zum umfangreichen Programm gehörte bereits am Freitag eine Paddeltour auf der Hunte. Am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen und natürlich Benzin- und Schraubergespräche.
An diesem Sonnabend steht die Ausfahrt ins Motorradmuseum nach Steinkimmen an.
Ab 13 Uhr lautet dann das Motto „Max meets Isabella“ auf dem Kläner-Hof in Dötlingen. Zu sehen sein werden neben den NSU-Krädern auch die alten Borgward-Modelle. Außerdem gibt es eine Tombola. und ein Grillfest wird den Tag beschließen.
500 Mitglieder
„Erklärtes Ziel unserer Interessengemeinschaft ist die Zusammenführung und gegenseitige Hilfe der weltweit verstreuten NSU-Max-Fahrer. Wir haben bereits 500 Mitglieder. Bei jedem Treffen werden Ersatzteile ausgetauscht und der eine oder andere Tipp geholt“, so Kaiser.
Er äußerte er seine Verärgerung über die Verwendung des Markennamens NSU in den zurzeit laufenden NSU-Prozessen. „So werden wir schnell in einem Atemzug mit den Naziverbrechern genannt. Das kann nicht sein. NSU hat eine 100-jährige Werksgeschichte und ging in Audi auf“, betonte Kaiser und distanzierte sich zugleich von der irreführenden Diskussion um die drei Buchstaben.
