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Schießsport Medaillensegen bringt Schützen Ansehen

Anna Lisa Oehlmann

Ganderkesee/Urneburg/Schönemoor - Konzentration und Nervenstärke haben sie in den Finals bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bewiesen: die deutschen Sportschützen. Mit einem unerwarteten Medaillenregen aus drei Gold- und einer Silbermedaille waren sie so erfolgreich wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Heino Brackhahn, Präsident des Ganderkeseer Schützenbundes, hofft, dass der Schießsport nun mehr als Leistungssport angesehen wird. „Es ist hervorragend, was unsere Schützen in Rio geleistet haben“, so Brackhahn. „Hauptsache, die Politik erinnert sich auch daran, wenn wieder einer Unsinn gemacht hat und die Schuld auf die Sportschützen geschoben wird“, sagt der Vorsitzende. Einen kleinen Imagegewinn für die Sportschützen kann Brackhahn jedoch ausmachen. Er hofft, dass der eine oder andere das Sportschießen jetzt mal ausprobiert. Schließlich gibt es in der Gemeinde Ganderkesee auch Vereine mit erfolgreichen Nachwuchsschützen, wie beispielsweise der Schützenverein Urneburg.

„In letzter Zeit haben wir bei jedem Pokalschießen, an dem wir teilgenommen haben, gewonnen“, freut sich Kevin Ölscher, Jugendbetreuer beim SV Urneburg. Auch er hat die Erfolge der deutschen Olympiateilnehmer verfolgt.

Hochbetrieb auf Stand

„Vielleicht motiviert es ja einige Jugendliche, bei uns mit zu trainieren“, hofft er. Derzeit habe der Verein 20 Schüler und zwölf Jugendliche, die regelmäßig am Donnerstagabend mit den erfahrenen Schützen zusammen üben. Dann herrscht auf dem Schießstand Hochbetrieb. „Es wäre trotzdem schön, noch mehr Leute zu haben“, wünscht sich Ölscher.

Auch der Schützenverein Schönemoor hofft, besonders in der Bogensparte, auf neue Besucher. In anderen Disziplinen ist der Verein gut aufgestellt. „Unsere Schützin Anke Kruse qualifiziert sich auch regelmäßig mit der Perkussionspistole für die Deutschen Meisterschaften“, berichtet Torben Spille, Vorsitzender des Schützenvereins Schönemoor. Auch andere Schützen würden erfolgreich an Wettkämpfen teilnehmen.

Verstaubtes Bild

Viele Vereinsmitglieder hätten auch die Wettkämpfe im Fernsehen verfolgt, sagt Spille. „Es wurde bei den Übungsabenden ganz viel über die Leistung der Sportler bei den Olympischen Spielen gesprochen. Besonders die vielen Medaillen und die spannenden Wettkämpfe wurden analysiert“, schildert der Vereinsvorsitzende.

Grundsätzlich erhoffe sich der Verein, dass viele durch die mediale Aufmerksamkeit sehen, dass „ Sportschießen ja ganz interessant ist“, wie der Schütze sagt. Das Schießen werde eher mit Brauchtum verbunden. „Es existiert ein verstaubtes Bild vom Schießen. Ich hoffe, dass es in Zukunft aus einem anderen Blickwinkel betrachtet wird. Eben als der interessante Breitensport, der er ist“, erklärt Torben Spille.

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