Meisterlich zeigten sich die Basketballer der EWE Baskets nicht nur während der Saison, sondern auch an deren Ende. Nachdem sie sich mit einem nervenzehrenden 71:70-Sieg am Donnerstagabend gegen die Telekom Baskets Bonn den Titel gesichert hatten, bewiesen sie, dass sie auch meisterlich im Jubeln sind. Die Spieler fielen über Trainer Predrag Krunic her, überschütteten ihn mit diversen alkoholhaltigen Getränken. Ruben Boumtje Boumtje ließ seiner Freude mit einem Urschrei freien Lauf. Nachdem sie sich ein wenig erholt hatten, begann für die Oldenburger der Marathon durch die Menge der Fans. Als der Großteil der Zuschauer schon lange im Bett vom Titel träumte, feierten die Baskets noch. Am Freitag – weit nach fünf Uhr – traten die letzten den Heimweg an.
Ob sich das Baskets-Trainer Predrag Krunic gut überlegt hat? Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft versprach er einem Oldenburger Fan sein Meisterjacket. Noch hat der Trainer es. In den kommenden Tagen aber wird es den Besitzer wechseln und der Fan um eine wertvolle Trophäe reicher sein.
Eine Vorahnung, dass es mit dem Titel klappen könnte, hatte Hallensprecher „Pepe“ Nast. Nach dem dritten Spiel der Finalserie – die Baskets lagen 1:2 hinten – verabschiedete er sich von den Fans mit den Worten „Bis Donnerstag im Finale“. Und in den Nächten danach träumte er immer wieder vom Gewinn des Titels. Als das auch noch klappte, war die Freude bei dem stimmgewaltigen Mann entsprechend groß.
Dass sie nicht nur mit dem Basketball, sondern auch mit dem Fußball umgehen können, bewiesen die Spieler des deutschen Meisters bei dem traditionellen Spiel gegen die ehrenamtlichen Helfer. Angetrieben von den überragenden Miladin Pekovic, Marco Buljevic und Daniel Hain setzten sie sich 5:2 durch und zeigten auch hier eine meisterliche Leistung. Den Grundstein zum Erfolg legten sie bereits vor der Pause (4:0). Da konnte sich Trainer Predrag Krunic, der als letzter Mann fungierte, sogar dem Genuss der Sonne hingeben. Das spielstarke Trio machte auch manch Unzulänglichkeit der übrigen Mitspieler vergessen. Was wäre wohl passiert, wenn die US-Amerikaner Je’Kel Foster, Rickey
Paulding, Jonathan Wallace und Jason Gardner auch noch mit von der Partie gewesen wären? Vielleicht wären die Ehrenamtlichen wie 2008 als Sieger vom Feld gegangen. Damals offenbarten die US-Boys bei der Ballbehandlung mit dem Fuß doch erhebliche Defizite.
