Mit dem Klootschießen hat Klaus Hoffmann schon in früher Kindheit begonnen. „Damals kamen Theo Heyen und Wilhelm Buller immer in die Schule und sind mit uns Kindern zum Klootschießen hinter den Deich gegangen“, erinnert sich der 52-Jährige. Dem Heimatsport ist der Tettenser bis heute treu geblieben. Und heute ist er es, der den Kindern diesen Sport näher bringt. 26 Jahre war Klaus Hoffmann Jugendwart beim KBV Schweewarden. Den Posten hat er vor kurzem zwar abgegeben. Aber als Ratgeber und Betreuer ist der Vater von drei Kindern für den Verein noch immer unverzichtbar.

Klaus Hoffmann trat zunächst in den Klootschießerverein Tettens ein. Weil aber dort seinerzeit nicht geboßelt wurde, wechselte er nach Schweewarden. Zum Posten des Jugendwartes ist der Vorarbeiter im Hafenbetrieb Midgard gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Zum ersten Mal besuchte er eine Jahreshauptversammlung, als Ernst Tönjes plötzlich laut verkündete: „Hier, Klaus, de will dat moken“.

Klaus Hoffmann machte es, und er machte es so gut, dass der ganze Verein davon profitierte. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen macht ihm viel Spaß. Dass die Schweewarder in den höchsten Klassen boßeln, hängt auch mit der guten Nachwuchsarbeit zusammen. Zu den herausragenden Erfolgen gehörte 2003 der Gewinn der Deutschen Meisterschaft von Christian Sandkuhl im Boßeln mit der Gummikugel. Unter der Regie von Klaus Hoffmann haben Jugendliche des Vereins weit über 100 Titel gewonnen. Für seine langjährige Tätigkeit als Jugendwart ist Klaus Hoffmann unlängst auch von der Stadt Nordenham ausgezeichnet worden. Über die Ehrung hat er sich natürlich sehr gefreut. Aber die Erfolge der Jugendsparte führt er in erster Linie darauf zurück, dass er viel Unterstützung von einem tollen Team und nicht zuletzt auch von seiner Frau bekommen hat.

Als aktiver Boßler ist der 52-Jährige nach wie vor fester Bestandteil der 1. Mannschaft, die zurzeit um den Aufstieg in die Landesliga kämpft. Außerdem spielt er Schleuderball. Und in dieser Sportart hat er selbst seinen vielleicht größten sportlichen Erfolg erzielt. 1970 wurde er mit einer B-Jugend-Mannschaft des Blexer Turnerbundes Deutscher Meister. Damals gab es mangels Betreuer keine Schleuderball-Mannschaft in Schweewarden.

Nicht nur dem Friesensport ist Klaus Hoffmann verbunden, sondern auch seinem Heimatdorf. Seit drei Jahren ist der 52-Jährige, der in der ehemaligen Tettenser Schule wohnt, Vorsitzender des Heimatvereins Club Strandrose. In diesem Verein dreht es sich in erster Linie um Geselligkeit. Höhepunkt des Clublebens ist alljährlich im August das Luftkegeln, an dem sich nicht nur Tettenser, sondern viele Menschen aus den umliegenden Stadtteilen beteiligen. jm

Klaus Hoffmann

Friesensportler