MENTZHAUSEN - Beim Grillen ließen die Boßler vom Mentzhauser Turnverein (MTV) jetzt die erfolgreiche Saison Revue passieren. Der Aufstieg in die höchste Klasse, die Landesliga, ist für die Männermannschaft, der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.
„Brand“ nach dem Boßeln
Wer dies genau wissen muss, ist das „Urgestein“ der MTV-Boßler Klaus Höpken (73), der seit Gründung der Boßelabteilung im Jahre 1963, erfolgreich jetzt schon 47 Jahre dem Verein als Boßelwart vorsteht. Höpken schnitt in seiner Rede den Werdegang der Boßler, auch aus der Anfangszeit an, wo der Punktspielbetrieb noch nicht so wie jetzt geregelt war. Höpken: „Damals gab es oft nach dem Boßeln einen Brand.“
Neben dem Aufstieg hob er noch die drei ranghöchsten Meisterschaften des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) mit der Altersklasse Frauen III 1994 und 95, sowie die der männlichen B-Jugend im Jahre 2008, hervor.
Nach solch einer Entwicklung bei den Männern hatte es lange nicht ausgesehen. Als Rainer Rüthemann vor zehn Jahren den Posten des Mannschaftsführers bei der 1. Männer übernahm, folgte der Abstieg in die Kreisliga.
Ob es am Mannschaftsführer oder den Spielern lag? Jedenfalls wurden Abwanderungsgedanken zu höherklassigen Nachbarn schnell fallen gelassen, was mit dem direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse Süd/Ost belohnt wurde. Im Jahre 2007 gab es dann in dieser Staffel die Meisterschaft und der Aufstieg in die Bezirksliga, wo nun nach drei Jahren der erneute Sprung in die Landesliga gefeiert werden kann.
Frels für Kreuzmoor
Vorstandsmitglied Michael Frels vertrat den erkrankten Vorstandssprecher Hajo Müller. Beim Boßeln klopfen in der kommenden Saison sicherlich zwei Herzen in der Brust von Michael Frels, der seit seiner Kindheit beim Nachbarn KBV Kreuzmoor wirft. Jetzt steht das Landesliga-Duell Mentzhausen gegen Kreuzmoor auf dem Plan. Da durften die kleinen Sticheleien an solch einem Abend nicht ausbleiben.
Frels wünschte, dass die MTVer länger als eine Saison in der Landesliga bleiben. Man solle auf die Jugend bauen. Besonders oft hörte man an diesem Abend das dreifache „Fleu-herut“ und „nie wieder 2. Liga“.
