Großenkneten - 26 Reiter aus Niedersachsen, Hamburg und Westfalen empfing Herbert Kempermann aus Großenkneten jetzt zu seiner dritten Weihnachtsjagd. Diesmal war die Ostwestfalen-Meute in Begleitung der Parforcehorngruppe „Gute Jagd Bielefeld“ unterwegs.
Treffen und Ziel war der Hof von Oltmann-Jansen, In den Rieden 2, in Großenkneten. Nach dem Stelldichein folgte eine große, geführte Gruppe von Zuschauern zu den insgesamt neun Sprüngen, die fair im Gelände aufgebaut worden waren.
Die Jagd-Strecke hatte insgesamt eine Länge von 16 Kilometern. Einen kurzen Zwischenstopp legte die Jagdgesellschaft an der Exxon-Mobil ein. Von dort führte die Strecke durch Wald und Sandkuhle zurück zum Hof Oltmann-Jansen. In diesem Zusammenhang dankte Herbert Kempermann allen Landwirten und Landbesitzern für die Genehmigung zum Überreiten der Flächen.
Nach der Ankunft unter den Klängen der Jagdhornbläser Sager-Heide, die zusammen mit den Parforce-Hornbläsern bestens harmonisierten, stand das Curée an. Das Wort bezeichnet eine Zeremonie am Ende der Jagd, bei der sich die Reiter nach dem Abziehen des rechten Handschuhs die Hand schütteln, einen Kreis um die Hunde bilden und kurz den Jagdtag Revue passieren lassen. Dann erhalten die Hunde das Curée: Rinderpansen wird ausgeschüttet, den sich die Meute dann teilt. Erst danach vergibt der Jagdherr die Brüche – das sind kurze geschmückte Tannenzweige. Abschließend blasen die Jagdhornbläser das Signal „Fuchs ist tot“. Die Jagdreiter versorgen ihre Pferde und treffen sich zum gemeinsamen Essen mit Ausklang.
„Besonders gefreut hat mich eine Gruppe von Syrern, die fragten, ob sie beim Spiegeleierbraten behilflich sein dürften“, erklärte Kempermann. Sie bereiteten die Eier auf ihre landestypische Art und Weise zu. Dabei wurde aus dem Spiegelei eher Rührei, das mit besonderen Gewürzen gemischt zu einem ungewohnten kulinarischen Genuss wurde.
„Schon bei der letzten Jagd waren die Syrer dabei. Damals durften die Kinder auf den Pferden probesitzen. Jetzt wollten sie sich erkenntlich zeigen“, so Herbert Kempermann.
