Oldenburg - Gespielt wird auf Sand und nicht auf dem heiligen Rasen, aber es schwebt an diesem Donnerstag dennoch ein Hauch von Wimbledon über der Anlage des OTeV am Johann-Justus-Weg. Arne Thoms (46), der in seiner großen Zeit im Londoner Tennis-Mekka auf Branchenriesen wie Boris Becker traf, bestreitet ab 11 Uhr ein Punktspiel mit dem prominent besetzten Männer-40-Team des Wangerooger TC in Oldenburg.
Das Team von der Insel trifft allerdings nicht auf eine OTeV-Auswahl, sondern bestreitet hier eines seiner drei Saison-Heimspiele in der Regionalliga Nord-Ost. „Wir dürfen unsere Heimspiele leider nicht auf der Insel durchführen, da der Kunstrasenplatz in dieser Klasse nicht zugelassen ist“, erklärt Horst Klemmer, langjähriger erster Vorsitzender des WTC und Manager der Mannschaft um Thoms, die nach dem Aufstieg in die höchste Männer-40-Klasse sich schon sofort etabliert hat.
Anfang Mai gewannen die Wangerooger ihr erstes Duell beim Harburger TB (7:2), verloren danach zwar beim favorisierten Tennisclub SSC Berlin (3:6), legten am vergangenen Samstag im ersten „Heimspiel“ (es wurde in Peine ausgetragen) aber gegen den TC GW Lankwitz gleich ihren zweiten Sieg nach (6:3).
Das letzte Duell mit Heimrecht gegen den Tennis-Club Tiergarten findet zum Saisonabschluss Mitte Juni auf der Anlage des HTV Hannover statt. Dort ist Thoms zu Hause, wenn er nicht für den WTC antritt. Der Mannschaftsführer war einst sogar die Nummer 96 der Welt und schlug in seiner besten Zeit unter anderem den tschechischen Star-Spieler Ivan Lendl (57).
An Position eins der Wangerooger ging der Slowake Karel Kucera (43) in diese Saison. Er war einst sogar die Nummer sechs der Weltrangliste und scheiterte bei Olympia 1996 in Atlanta erst im Halbfinale am späteren Goldmedaillengewinner Andre Agassi (47). „Karol ist mit Arne befreundet, hat sich aber leider im Spiel in Harburg verletzt“, bedauert Klemmer.
Ferner spielen für den WTC auch Jörn Renzenbrink (Jahrgang 1972), Ingo Herzgeroth (1971), der gerade Norddeutscher Meister der Männer 35 geworden ist, und auch die Oldenburger Nils Bäumer (1968), Lars Gruner und An-dreas Schnegelsberg (beide 1966). „Wir haben eine super Truppe – und als Aufsteiger wollen wir natürlich nicht wieder absteigen“, sagt Klemmer. Nach einem Sieg auf der OTeV-Anlage könnte die prominente Truppe um Thoms den Klassenerhalt beim direkt danach beginnenden Teamurlaub auf ihrer Insel ausgiebig feiern.
