Rodenkirchen - Nicht nur des Wetters wegen freut sich Rainer Hartmann, dass endlich Frühling ist. Denn jetzt beginnt wieder die Deutsche Scooter-Meisterschaft, deren Veranstalter der Rodenkircher seit dem vergangenen Jahr ist. Das erste Rennen wird am nächsten Wochenende im brandenburgischen Jüterbog ausgetragen.
Scooter ist das englische Wort für Motorroller. Bei den Meisterschaften starten getunte Zweiräder, die das Niveau des Straßenrollers weit hinter sich lassen. Rainer Hartmann selbst geht auch an den Start – und zwar mit einem vier Jahre alten Fahrzeug der spanischen Traditionsmarke Derbi, dessen auf 27 PS frisierter Motor auf bis zu 150 Stundenkilometer beschleunigt. Herkömmliche Derbi-gp1-Roller sind mit 15-PS-Motoren bestückt.
Außer Rainer Hartmann treten sieben weitere Roller-Piloten aus der Wesermarsch bei der Meisterschaft. Sie sind 18 Jahre und älter; Rainer Hartmann ist mit seinen 48 Jahre eindeutig der Alterspräsident in der Gruppe. Dazu kommen einige Dutzend weitere Scooter-Sportler aus ganz Deutschland. Höhepunkt wird der fünfte Lauf sein, der am 14. und 15. September auf dem Sachsenring bei der Karl-May-Stadt Hohenstein-Ernstthal stattfindet. Der Ring bietet auf knapp 3,7 Kilometern Länge 14 Kurven.
Erstmals startet ein Lauf zur Deutschen Meisterschaft in Polen, nämlich im schlesischen Zielona Gora, dem ehemaligen Grünberg. Diese Anlage hält Rainer Hartmann für besonders schön.
Auf dem Harzring bei Aschersleben in Sachsen-Anhalt findet am 29. und 30. Juni die dritte Runde und am 5. Oktober das Finale statt, eine weitere Runde wird am 17. und 18. August in Dahlem ausgetragen.
Die Fahrer treten in vier Wertungsklassen von 50 bis 300 Kubikzentimetern an. Sie können Pokale und Bargeld gewinnen. Für die Schnellsten in jeder Klasse gibt es einen Sondergewinn. Gestiftet werden die Preise von den vier Sponsoren, die Hartmann gewonnen hat. Den Sonderpreis der vergangenen Saison haben die Sieger vor wenigen Wochen eingelöst: eine Reise nach Italien ins Malossi-Scooter-Werk in Bologna. Es waren Oktawian Jezierski, Thorben Meißner, Mirko Peters und Miles Schöckel – alle aus der Wesermarsch.
