Elsfleth - In der Handball-Oberliga der Männer beginnt die heiße Saisonphase. Für die meisten Mannschaften stehen noch zehn Spiele auf dem Programm. Der Elsflether TB gehört als Viertletzter zu den Vereinen, die jeden Punkt für den Klassenerhalt benötigen. Gleiches gilt für den Vorjahresaufsteiger TV Oyten als Drittletzter. Die Mannschaften treffen an diesem Sonntag um 17 Uhr in Oyten aufeinander.

„Für uns ist momentan jedes Spiel wichtig. Vor allem, nachdem wir zuletzt gegen den Letzten Bremervörde verloren haben“, sagt Elsfleths Trainer Patrick Tulikowski. Die 24:28-Niederlage passte überhaupt nicht in seine Saisonplanung. Er konnte sie auch nicht plausibel erklären. „Die erste Halbzeit war noch ganz gut. Aber in der zweiten Halbzeit hatte man das Gefühl, als ob wir alle Bleiwesten anhätten“, sagt Tulikowski.

Die Partie war ein Vorgeschmack auf das, was kommt. Ab sofort zählt nicht nur die handballerische Qualität. Die Mentalität gewinnt an Bedeutung. „Ab jetzt ist alles eine Kopfsache. Wer am frischesten im Kopf ist, der gewinnt auch die Spiele“, meint Tulikowski.

Zur Unzeit muss er im Training mit einem Mini-Kader auskommen. „Einige Spieler waren krank, andere beruflich verhindert. Teilweise waren wir nur sechs oder acht Leute beim Training“, sagt Tulikowski. „Das ist alles andere als eine gute Vorbereitung für dieses wichtige Spiel. Aber was soll ich groß jammern? Hier verdient kein Spieler sein Geld mit Handball. Da geht der Beruf vor.“

Wen er dabei hat, weiß Tulikowski noch nicht. Für Lasse Pape ist die Saison vorbei. Der treffsichere Rechtsaußen hatte sich gegen Habenhausen (25:33) das vordere Kreuzband gerissen. „Er wird wohl frühestens zur Vorbereitung für die neue Saison zurückkommen“, sagt Tulikowski.

Papes Vertreter ist Renke Gronau. Er hat Probleme mit der Patellasehne. Weitere Ausfallkandidaten sind Erik Gericke und Henrik Tolck. Chris Danielzik, Martin Wille und Niklas Rätzke konnten zuletzt kaum oder gar nicht trainieren, werden aber dabei sein.

Die Elsflether sollten Oytens Robin Hencken im Auge haben. Beim 37:29-Hinspielsieg des ETB zählte der Rückraumspieler mit zehn Toren zu den größten Störenfrieden. An seiner Seite im Rückraum spielt Noah Dreyer. Er hat große Teile der Saison verletzungsbedingt verpasst. Bei der 22:52-Pleite zuletzt in Habenhausen war er mit sieben Toren der einzige Lichtblick. „Noah spielte in Oytens Aufstiegssaison überragend. Es war klar, dass Oyten besser spielt, wenn er zurückkehrt“, sagt Tulikowski.

Für beide Teams geht es zwar noch nicht um alles, aber um sehr viel. Mit einem Sieg kann ein direkter Konkurrent geschwächt werden. Außerdem würde der Vorsprung auf die HSG Delmenhorst und den TSV Bremervörde, die die beiden Abstiegsplätze belegen, mindestens gewahrt, wenn nicht sogar ausgebaut werden. „Wir müssen zeigen, dass wir mit dem Druck klarkommen können. Dann ist in Oyten was drin“, sagt Tulikowski.