Oldenburg - Die Mädchen des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte (LBZH) Oldenburg haben bei der Endrunde der deutschen Basketballmeisterschaft in Berlin den dritten Platz belegt. In der Altersklasse U 18 gewann die Mannschaft aus München (Region Süd) vor Essen (West). Vierter wurden die Basketballerinnen aus Frankenthal (Mitte).

Das Team der Jungen konnte derweil nicht an den Erfolg aus dem vergangenen Jahr anknüpfen. Die Oldenburger hatten sich bereits im Turnier der Region Nordost im März der Mannschaft aus Berlin geschlagen geben müssen. Sie verpassten damit die Qualifikation für den Bundesentscheid.

Nach der Vizemeisterschaft 2012 hatten sich die Oldenburger Mädchen viel vorgenommen. Im Auftaktspiel gegen Frankenthal landeten sie einen sicheren 23:4-Sieg. In den beiden restlichen Partien gegen den späteren Meister aus München (2:26) und gegen Essen (4:34) waren die Oldenburgerinnen körperlich, technisch und spieltaktisch jedoch chancenlos.

Vor allem die Münchnerinnen hatten sich im Vergleich zum Vorjahr gehörig verstärkt. 2012 unterlagen die Süddeutschen den Oldenburgrinnen noch knapp mit 10:12.

Die ersatzgeschwächten Oldenburgerinnen zeigten eine insgesamt gute Mannschaftsleistung. „Sie war getragen von einem tollen Teamgeist und einer vorbildlichen kämpferischen Einstellung“, lobte die betreuende Lehrerin Ingrid Fischer. Trotz allen Eifers habe man der weitgehend neu formierten Mannschaft jedoch die mangelnde spielerische Erfahrung angemerkt.

Vier Spielerinnen aus dem Vorjahres-Team wurden von vier Neulingen begleitet und unterstützt. „Es fehlten letztlich der Druck, die Abgeklärtheit, das Durchsetzungsvermögen und die Korbsicherheit in Schlüsselsituationen sowie am Ende auch ein wenig die Kraft“, analysierte Fischer: „Dennoch kann das Team mit dem Erreichten hoch zufrieden sein – vor allem wenn man bedenkt, dass drei Stammspielerinnen nicht mitspielen konnten.“

Unter dem Motto „nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft“ beginnt im Rahmen der schulischen Arbeitsgemeinschaft ab sofort die Vorbereitung auf das bundesweite Turnier im nächsten Jahr. „Vielleicht erhalten die Oldenburger Mädchen wie schon in diesem Jahr dann ebenfalls wieder professionelle Hilfe von den EWE Baskets“, hofft Fischer.

Die Schüler hatten sich mit einem Besuch bei einem Europapokalspiel der Oldenburger Basketballer sowie einer gemeinsamer Trainingseinheit mit den Bundesliga-Profis auf die Turnierrunde vorbereitet.

Zur LBZH-Mannschaft gehörten: Tombke Wilkens, Nina Dahoud, Judith Hinrichs, Gelsiya Arulruban, Nele Stockhusen, Julia Schomaker, Tanja Memering und Heike Stöver. Als Trainerin fungierte Lehrerin Ingrid Fischer.

Mathias Freese
Mathias Freese Sportredaktion