Oldenburg - Die Bühne steht bereit – jetzt gilt es zuzupacken: Die Basketballer der Baskets Akademie/OTB haben sich mit dem 84:73-Auswärtserfolg am vergangenen Sonnabend im ersten Playoff-Halbfinale der ProB vor einer beeindruckenden Kulisse an der Ostsee eine exzellente Ausgangsposition erspielt. An diesem Sonnabend (19 Uhr, Sporthalle Haarenufer) kann der amtierende Meister mit dem zweiten Sieg gegen die Rostock Seawolves den erneuten Sprung ins Finale perfekt machen.
Dabei zählt das Team von Trainer Christian Held auf die gelbe Wand im Rücken. „Wenn die eigene Halle hinter uns steht, tritt die Mannschaft immer besonders motiviert auf. Unsere Spieler bekommen durch die Unterstützung von den Rängen noch einmal einen Schub”, weiß auch der 26-jährige Coach um die Stärke in den eigenen vier Wänden. Durch die berauschende Bilanz von zehn Heimsiegen in Folge haben die „Akademiker” viel Selbstvertrauen.
Um die letzte Niederlage in der Sporthalle Haarenufer zu finden, muss man einen weiten Blick nach hinten werfen: Erst Anfang November 2014 wird man bei der Heimniederlage gegen Recklinghausen (69:74) fündig. In der vergangenen Woche trat das Team in Rostock vor knapp 1000 Zuschauern an, eine solche Szenerie kann die Akademie-Spielstätte zwar nicht bieten, allerdings peitschten die Anhänger ihre Mannschaft in der vergangenen Saison mit ihrer Unterstützung zum Titelgewinn. „Am Sonnabend brauchen wir unsere Fans”, sagt Held deshalb.
Als Steckenpferd der „Akademiker” stellte sich gerade im Verlauf der Playoffs die intensive Verteidigungsarbeit heraus. Mit ihren aggressiven Defensivformen erzeugen sie immer wieder viel Druck auf den gegnerischen Spielaufbau, um diesen gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen.
„Damit machen wir es den Gegnern schwer”, erklärt Held: „Jeder bei uns gibt vollen Einsatz und will gewinnen – da schaut keiner auf seine eigenen Statistiken.”
Diese Ausgeglichenheit sorgt dafür, dass die Oldenburger schwer auszurechnen sind. In den fünf bisher gespielten Playoff-Partien, die allesamt mindestens mit einer Differenz von neun Punkten gewonnen worden waren, trugen sich vier verschiedene Akteure als beste Punktesammler auf dem Spielbogen ein. „Daran lässt sich ablesen, dass hier ein echtes Team auf dem Feld steht.”
Wichtig wird es am Sonnabend wieder sein, den vermeintlich besten ProB-Spieler Yannick Anzuluni aufzuhalten. Der 27-jährige Shooting Guard war im Hinspiel mit 25 Punkten erfolgreichster Werfer. Sollte es gelingen, seine Kreise einzuengen, können die Oldenburger mit schnellen Schritten ins Finale einziehen.
