Berne - „So ein Wetter hatten wir zum Seifenkistenrennen noch nie. Dabei unser Zelt und alles andere aufzubauen, schien unmöglich, war erst unser Gedanke“, berichtet Manfred Tholen. Die Veranstaltung des Ferienspaßes aber einfach kurzfristig abzusagen, das kam für den Vorsitzenden des Berner Bürger- und Heimatvereins und seine Mitstreiter allerdings auch nicht in Frage. Und die Entscheidung erweist sich als richtig: Der Wettergott hat anscheinend ein Einsehen mit den vielen jungen Seifenkistenfahrern. Groß wäre sicherlich die Enttäuschung gewesen, wenn man die neu oder umgebauten „Rennwagen“ nicht hätte ausprobieren können.
Dank der kurz vor dem Start auftauchenden Sonne ist die Piste auch schnell wieder trocken, so dass der erste Rennfahrer mit 25 Minuten Verspätung auf die Startrampe geschoben werden kann. Aufgeteilt in zwei Altersklassen treten dieses Mal 26 Kinder an, um mit dem Bobbycar oder in der Seifenkiste auf Zeit, im Slalom oder besonders weit den Deich hinunter zu sausen.
Nicht mehr wiederzuerkennen ist das „Shaun Mobil“, das in der Vergangenheit oft zum schönsten Gefährt gekürt wurde. Oke und Thore, die neuen Besitzer, hatten es zu einem roten Rennwagen umgebaut. Sogar über eine „Action-Kamera“ auf dem Kühler verfügt das schicke Gefährt.
Mit seinen drei Jahren bevorzugte der im sportlichen Rennanzug gekleidete Thore in diesem Jahr aber erst noch einmal das Bobbycar und überlässt die Seifenkiste dem großen Bruder. Der 1. Platz beim Bobbycar-Rennen geht allerdings an Rieke Freudenstein, die Kilian und Nico Siebert auf Platz 2 und 3 verweist.
Die „Turboenten-Fahrerin“ Melina Löhmann, in den vergangenen Jahren immer an vorderster Front dabei, kann schweren Herzens nicht mehr mit antreten. Die Seifenkiste ist inzwischen einfach zu klein, erzählt ihre Mutter. Gemeinsam mit den Eltern und Großeltern feuert sie deshalb ihren kleinen Bruder Tarek an, der in der Gruppe der Acht- bis Zwölfjährigen vor Rieke Freudenstein und Maurice Meyer den 1. Platz belegt. Bei den Drei- bis Sechsjährigen hat Romy Freudenstein vor Max Hespe und Maarten de Jong die Nase vorn.
Den Wanderpokal, der in jedem Jahr in der vereinseigenen Kiste ausgefahren wird, nimmt Tom Hespe mit nach Hause. Als lustigstes Fahrzeug wird die Seifenkiste der Familie de Jong gewählt.
