Elsfleth - Mit mächtig viel Wut im Bauch erwarten die Oberliga-Handballer des Elsflether TB am Sonnabend um 17 Uhr den TV Cloppenburg in der Stadthalle. Die 31:34-Heimniederlage gegen den TV Neerstedt am vergangenen Wochenende hat der Mannschaft von Trainer Ulrich Adami wohl alle Möglichkeiten geraubt, am Saisonende den vierten Tabellenplatz zu belegen. Zwar stehen noch drei Spiele aus, aber der Rückstand auf Neerstedt beträgt jetzt immerhin drei Punkte.

Die Gäste aus Cloppenburg hingegen haben ganz andere Probleme. Trainer Torsten Landwehr wartet mittlerweile seit acht Spielen darauf, dass ihm seine Mannschaft einen Sieg beschert. Resultat ist der zehnte Tabellenplatz für den eigentlich ambitionierten Verein. Die erste Maßnahme für eine bessere Saison 2015/16 ist schon erfolgt. Vom Drittligisten SG Achim Baden kommt der 25-jährige Rückraumspieler Tobias Freese zum TVC.

Gerade im Angriff könnten die Cloppenburger schon jetzt Verstärkung brauchen. Am vergangenen Wochenende verloren sie gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 17:24. In der Oberliga hat bislang nur die HSG Bützfleth/Drochtersen seltener getroffen – sogar das abgeschlagene Schlusslicht TvdH Oldenburg hat schon mehr Tore geworfen.

Die Elsflether gehören zwar auch nicht gerade zu den Tormaschinen der Liga, glänzen aber umso mehr in der Deckung. Deshalb gefielen Trainer Adami die 34 Gegentreffer gegen Neerstedt überhaupt nicht. Alle drei Torhüter hätten nicht ihren besten Tag erwischt und auch die Abwehrreihe sei stets einen Schritt zu spät gekommen.

Beide Teams haben noch Luft nach oben, obwohl die Elsflether mit ihrem bisherigen Saisonabschneiden durchaus zufrieden sein können. Als Tabellen-Fünfter haben sie die Trainervorgabe, im ersten Drittel zu landen, derzeit erfüllt.

Vor allem durch seinen Teamgeist hat sich der ETB in seinem zweiten Jahr längst in der Oberliga etabliert und sich bei den anderen Vereinen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet. Und das fast ausschließlich mit Eigengewächsen. Daran wird sich wohl auch in der kommenden Saison nichts ändern, denn momentan zeichnen sich keine Zu- oder Abgänge ab.