Nordenham - Die Tennisspieler des TK Nordenham schauen in diesen Tagen gerne auf die Tabelle der Verbandsliga. Vor dem dritten Spieltag stehen sie mit zwei Siegen aus zwei Spielen auf dem zweiten Platz. Sie sind punkt- und matchpunktgleich mit dem Tabellenführer Beckedorfer TC. Der Klassenprimus hat das um einen Satz bessere Satzverhältnis. Am Samstag will der TKN nachlegen: Er erwartet den Barrier TC. Das dritte Heimspiel in Folge beginnt um 14 Uhr.
Im Gegensatz zum TKN hat das Team aus der Stadt Syke einen Fehlstart erwischt. Mit 0:4 Punkten ist es Tabellenletzter. Gegen den Bremerhavener TV verlor Barrien mit 1:5, gegen den Spitzenreiter gab es am ersten Spieltag eine 2:4-Heimniederlage. Nordenhams Trainer Christopher Brandau warnt davor, aus dem bisherigen Saisonverlauf Schlüsse für das Duell am Samstag zu ziehen. Schließlich treffe seine Mannschaft auf ein Team, das mit einer guten Mischung aus jungen Herren- und Herren-30-Spielern anreisen werde. Außerdem habe der BTC einen großen Kader. „Wir können im Vorfeld nicht sagen, wer auflaufen wird.“
Brandau hat großen Respekt vor der Arbeit des kommenden Gegners. Der Club habe in den vergangenen Jahren Spieler aufgebaut, die sich mittlerweile Stipendien in den USA verdient hätten oder in höherklassige Teams wie zum Beispiel TV Lohne oder Club zur Vahr gewechselt seien.
Tarek Erlewein schlägt zum Beispiel für die University of North Carolina auf, sein Teamkollege Bendix Schröder für die Stetson University in Florida. Der BTC ist mit diesen Spielern im Sommer aus der Landesliga in die Oberliga aufgestiegen. „Wenn der BTC in Bestbesetzung auflaufen würde, würde er uns dominieren“, meint Brandau.
Doch in der Winterrunde kämpft Nordenhams nächster Gegner bisher mit einer völlig anderen Besetzung um Punkte. Auch die Zielsetzung ist eine andere. Barrien peilt den Klassenerhalt an.
Dieser ist auch das Ziel der Nordenhamer. Brandau ist angesichts der Leistungsstärke der Konkurrenz vorsichtig optimistisch. Die Entwicklung seiner Spieler sei positiv und ihr Zustand „tipptopp“– auch wenn sich studien- und berufsbedingt die Rahmenbedingungen ein wenig geändert hätten, weil einige weniger trainieren würden. „Sie profitieren aber von einer guten Basisausbildung und können die geringerer Zahl der Einheiten deshalb kompensieren“, sagt Brandau.
Allerdings räumt er ein, dass seine Mannschaft zuletzt gegen Falkenberg das Glück ein wenig strapaziert habe: Ein Spieler des Gegners habe sich im Einzel verletzt, alle enge Matches seien an seine Spieler gegangen, erzählt er. Doch wer erfolgreich sein will, benötigt auch ein wenig Glück – und eine gute Tagesform.
