Auf verschiedenen Frequenzen Ferngesteuert um den Olympischen Dreieckskurs
Modellyachten
sind keine herkömmlichen Segelschiffs-Modelle. In vielerlei Hinsicht sind sie den „Großen" zwar ähnlich, gleichen ihnen jedoch nicht. Vielmehr handelt es sich bei Modellbooten um reine Sportgeräte, gezeichnet, konstruiert und gebaut nach neuesten Erkenntnissen und mit Materialien aus der Hoch-Technologie. Der Sport wird auch als RC-Segeln (Radio controled), also funkferngesteuertes Segeln, bezeichnet.Die Übertragungen der Steuerbefehle für das Ruder und die Segelverstellung erfolgen vom Ufer über einen Sender zu einem Empfänger im Boot. Damit viele Boote gleichzeitig segeln können, werden verschiedene Funk-Frequenzen eingesetzt. Auf diese Weise ist es möglich, die Yachten sicher um den „Olympischen Dreieckskurs" zu segeln.
Die Teilnehmer mussten acht Wertungsläufe mit ihren ferngesteuerten Booten absolvieren. Eine falsche Einstellungen ging zu Lasten der Geschwindigkeit.
von wolfgang weiß
burhave In einem der geeignetsten Reviere in der Bundesrepublik für Modellyachten sammelten am Wochenende 21 Skipper mit ihren ferngesteuerten Segelbooten wichtige Punkte für ihre Rangliste. In der Burhaver Nordseelagune, im vergangenen Jahr bereits Austragungsort der Deutschen Meisterschaft, fand die erste Ranglistenregatta des Jahres der Vereinigung der Modell-Yacht Segler statt.
21 Skipper unter anderem aus Kiel, Flensburg, Köln und Leipzig sowie aus den Niederlanden waren der Einladung des Nordenhamer Organisators Max Lehmann zu Wertungsläufen für die Jahresgesamtbestenliste in der Klasse IOM (International One Meter) gefolgt. Alle Teilnehmer waren wieder sehr angetan von dem Revier. Sie lieferten sich bei Windgeschwindigkeiten zwischen 5 und 6 packende Rennen.
Die baugleichen Modellsegelyachten mussten zu mindestens acht Wertungsläufen antreten. Sehr schnell zeigte sich, wer am besten gepokert oder einfach den richtigen Riecher für den Wind hatte. Wenn das Rigg falsch eingemessen wurde, hatte dies den Nachteil, dass bei achterlichem Wind der Vorschub für die Modellyacht zu groß wurde und das Vorschiff weit unter Wasser tauchte, was wiederum Geschwindigkeit kostete. Aber auch beim Kreuzen gegen den Wind musste einfach alles stimmen, sonst war die Konkurrenz schneller.
Den immer wieder veränderten Kurs mussten die Segelboote jeweils dreimal durchfahren, bevor der jeweilige Sieger ermittelt war. Die Zuschauer zeigten sich fasziniert, auch wenn ihnen das Regelwerk nicht immer verständlich erschien.
Das von den Skippern sämtliche Regeln eingehalten wurden, dafür sorgte Nigel Winkley in seiner Funktion als Regattaleiter. Da besonders beim Aufkreuzen gegen den Wind und beim Umfahren der Tonnen schnell Regelverletzungen passieren konnten, war die Regattaleitung sehr wichtig. Organisator Max Lehmann konnte bei der Ausrichtung der Regatta auf etliche helfende Hände zählen.
Zu diesem Event erschienen auch vier Skipper, die in der Rangliste des DSV weit oben platziert sind und hofften, weitere Punkte einzufahren, um sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren zu können. Die findet schließlich auf Barbados statt, was natürlichen einen besonderen Anreiz bietet.
