MOLBERGEN/BARßEL - In Barßel roch es lange nach einer Überraschung. Am Ende ging der Schröder-Elf gegen die zwei Klassen höher spielenden Oldenburger aber die Puste aus.
Von bodo tarow
MOLBERGEN/BARßEL - Während Fußball-Bezirksklassist STV Barßel im Bezirkspokal (5. Runde) beim 1:4 gegen den Bezirksoberligisten GVO Oldenburg erwartungsgemäß auf der Strecke geblieben ist, hat es für den Ligarivalen SV Molbergen eine derbe Enttäuschung gesetzt. Die Elf von Interimscoach Gerd Budde ließ sich beim 2:3 gegen den emsländischen Bezirksklassisten Haselünner SV nach der Pause vorführen.STV Barßel – GVO Oldenburg 1:4 (1:1). Vor 150 Zuschauern verkauften sich die mit dem letzten Aufgebot angetretenen Barßeler teuer. Nicht von ungefähr roch es gegen die optisch überlegenen, aber kaum zwingenden Gäste bis zur Pause nach einer Überraschung. Bereits nach sieben Minuten bot sich Michael Zimmermann die Mega-Chance zur Führung. Der Stürmer schob die Kugel aber am leeren Tor vorbei.
Selbst die Gästeführung durch René Weber, der volley aus elf Metern traf (24.), brachte die Gastgeber nicht aus dem Tritt. Sieben Minuten später düpierte Jewgeni Buss gleich zwei Oldenburger und netzte zum verdienten 1:1 ein. Und es hätte noch besser kommen können. Zimmermann rannte allein Richtung Gästetor, schlenzte aber erneut vorbei (35.). „Das musste ein Tor sein. Wir hätten zur Pause 3:1 vorne liegen können“, grantelte STV-Coach Uwe Schröder.
Auch im zweiten Durchgang lief für Barßel zunächst alles nach Plan. Dann nutzte Kai Dittmer aber eine Unachtsamkeit in der Abwehr und brachte Oldenburg per Kopf erneut in Führung. „Das war die Vorentscheidung. Ich hatte fünf Mann auf dem Feld, die auf Grund ihres Trainingsrückstandes nur für eine Stunde Luft haben“, erklärte Schröder. Dennoch dauerte es bis in die Schlussphase, ehe Emmanuel Nebo (82.) und Philipp McKennie (85.) alles klarmachten.
Tore: 0:1 Weber (24.), 1:1 Buss (31.), 1:2 Dittmer (58.), 1:3 Nebo (82.), 1:4 McKennie (85.).
STV Barßel: Kramer – Stern – Koopmann (26. Abeln), Loots – Ramadan, Janßen, Börgers, Großmann, Gonschorek – Zimmermann (69. Budde), Buss.
SR: Busse (Emden).
SV Molbergen – Haselünner SV 2:3 (0:0). Bereits im ersten Durchgang stellten die Gäste das agilere Team, brachten vorne aber nur einige Distanzschüsse zustande. Auf der anderen Seite hätte Sascha Anneken, obwohl die Molberger einen Stockfehler nach dem anderen fabrizierten, zweimal aus Kurzdistanz treffen müssen (17., 39.). Zudem wurde ein Schrägschuss von Thomas Willenbring auf der Torlinie geklärt (37.).
Nach dem Seitenwechsel machten die in der Meisterschaft bislang arg enttäuschenden Gäste dann aber Ernst. Werner (52.), Lübbers (65.) und Tallen (76.) sorgten für klare Verhältnisse. „Wir sind an die Wand gespielt worden. Es hätte auch 0:5 ausgehen können. Ich habe keine Gegenwehr gesehen“, schüttelte SVM-Betreuer Frank Göddecker den Kopf. Die Gäste leisteten sich sogar den Luxus, in Gestalt von Diekmännchen einen Elfmeter ans Gebälk zu setzen (61.).
Wie schon zuletzt beim 3:2 über Neuenkirchen wachte Molbergen erst in den letzten Minuten auf. Die Treffer von Stefan Lüske (87.) und Anneken (89.) hatten aber nur noch statistischen Wert.
Tore: 0:1 Werner (52.), 0:2 Lübbers (65.), 0:3 Tallen (76.), 1:3 Lüske (87.), 2:3 Anneken (89.).
SV Molbergen: Matthias Moormann – Bregen – Greve, Döring, Stjopkin – Hörsting (58. Gottwald), Willenbring (58. Lampe), Wilfried Hochartz, Erich Hochartz (84. Niemann) – Lüske, Anneken.
SR: Janßen-Weetz (Bad Zwischenahn).
