MOLBERGEN - In den letzten Minuten müssen die überlegenen Gäste drei Platzverweise hinnehmen. Molbergens Coach Reiner Landwehr kann die Leistungsschwankungen seines Teams nicht verstehen.
Von Steffen Szepanski
MOLBERGEN - Schlechter hätte es für den TuS Emstekerfeld gestern kaum laufen können: Der Fußball-Bezirksligist war beim 0:0 im Derby bei LigaKonkurrent SV Molbergen über 90 Minuten klar überlegen, um das Spielfeld am Ende mit einem mageren Punkt und nur noch sieben Feldspielern zu verlassen. Drei gelb-rote Karten vermiesten TuS-Trainer Ulrich Borchers den Abend vollständig, während SV-Coach Reiner Landwehr „angesichts der schwachen Leistung mit dem 0:0 zufrieden war“.Warum seine Mannschaft – die unter der Woche im Bezirkspokal in Ahlhorn ein 0:2 noch umgedreht hatte – an die mäßige Leistung gegen Altenoythe (ebenfalls 0:0) angeknüpft hatte, konnte sich Landwehr allerdings nicht erklären. „Es kann doch nicht nur daran liegen, dass es wieder etwas wärmer war“, sagte der Spielertrainer nach der Partie. Sein Team hatte den spielerisch starken Gästen von Beginn an kaum etwas entgegenzusetzen. Emstekerfeld ließ den Ball laufen und kam immer wieder zu Chancen – allerdings blieben die hundertprozentigen Gelegenheiten aus. Während Emstekerfeld einen Großteil der ersten Halbzeit am und im Molberger Strafraum verbrachte, ließen sich die Gastgeber in der ersten Halbzeit nur einmal vor dem TuS-Gehäuse blicken. In der 20. Minute bekam Olaf Gottwald eine Flanke auf den Fuß und lenkte den Ball am Tor vorbei.
In der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Emstekerfeld drückte, ohne sich große Torchancen herausspielen zu können. Das Derby schien schon ohne große Höhe- und Tiefpunkte zu Ende zu gehen, als es in der Schlussphase hektisch wurde. Christoph Brandenburg sah in der 83. Minute nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot. Nur eine Minute später folgte ihm Volker Kliefoth. Kliefoth sah wegen Meckerns Gelb-Rot. Die gleiche für Fußballer unschöne Farbenkombination durfte sich auch Jens Schmidt (87. wiederholtes Foulspiel) ansehen. Diese Entscheidung konnte sein Coach Ulrich Borchers dann überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Da war es dann nur gerecht, dass Stefan Lüske, als er in der 89. Minute völlig überraschend doch noch einmal vorm Tor der Gäste auftauchte, den Ball aus sieben Metern über die Latte zimmerte. Das Spiel auch noch zu verlieren, wäre dann wohl doch zu viel für die Emstekerfelder gewesen.
Tore: Fehlanzeige
Gelb-Rot: 83. Brandenburg (wiederh. Foulspiel), 84. Volker Kliefoth (wegen Meckerns), 87. Schmidt (wiederh. Foulspiel).
SVM: M. Moormann – R. Landwehr, Stjopkin, D. Moormann, Greve, K. Bregen (68. Lampe), Hochartz, Döring, S. Bregen (40. Willenbring), Lüske, Gottwald (45. Mathlage).
TuS: Heidkamp – Sahin, Schmidt, Brandenburg, Otten, Beresch, V. Kliefoth, Meyer (77. Kellermann), Darilmaz, Kroner, Grothaus.
Schiedsrichter: Frilling
