MOLBERGEN - MOLBERGEN - Nach dem freiwilligen Rücktritt von Spielertrainer Stefan Lüske (die NWZ berichtete) hat die Vereinsführung des sportlich in Trudeln geratenen Fußball-Bezirksklassisten SV Molbergen schnell reagiert. Nach einer Krisensitzung wurde zunächst Lüskes Trainer-Partner Paul Bockhorst, der wie Lüske zuletzt im Umfeld unter Druck geraten war, telefonisch blitzartig abserviert. Anschließend wurde Gerd Budde als neuer Mann für die Kommandobrücke des zuletzt stark leckgeschlagenen SVM-Schiffes präsentiert.

„Gerd hat sich bereiterklärt, den Job zu machen. Er wird die Elf auf jeden Fall in den nächsten vier Wochen betreuen. Parallel halten wir vom Vorstand aber auch nach einem neuen Trainer für die Rückrunde Ausschau. Läuft's unter Gerds Regie richtig gut, könnte er auch zu einer Dauerlösung werden“, ließ der erst unlängst gewählte Waldeck-Präsident Erwin Budde zum Engagement seines Bruder verlauten.

Als mögliche Kandidaten für den Trainerjob nach der Winterpause wurden gestern Peheims früherer Spielertrainer Martin Wernke sowie die ebenfalls aus Peheim stammenden Brüder Wilfried und Klaus Osterkamp gehandelt. Auch die Namen Reiner und Josef Landwehr sowie Stefan Neldner fielen.

Gerd Budde – in Molbergen und umzu besser unter dem Namen „Kelly“ bekannt – ist ein echtes Molberger Urgestein. Zu seinen Glanzzeiten räumte er in der früheren Bezirksoberliga im defensiven Mittelfeld auf. An seiner Seite standen Spieler wie Hans Langemeyer, „Pico“ Eckholt, Helmut Leszinski, Peter Sandmann und Peter Kotterba.

Nach seiner aktiven Zeit trainierte der 50-jährige eingefleischte Junggeselle im Männerbereich mehrere Jahre Frisia Vrees und anschließend den BV Kneheim. Danach widmete er sich über einen längeren Zeitraum bis zum Ende der Vorsaison dem Molberger Nachwuchs.

Buddes erste Bewährungsprobe steigt bereits am Freitag im Flutlicht-Heimspiel gegen Tabellenführer SV Altenoythe (Anstoß: 19 Uhr). Auswärts muss er mit den Waldeck-Buben in diesem Jahr nicht mehr ran. Denn nach dem Derby folgen die Heimspiele gegen die Keller-Konkurrenten Amasya Lohne und TuS Neuenkirchen.