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NWZonline.de Sport

Weltfußballer Weah regiert jetzt Liberia

30.12.2017

Monrovia Vom Weltfußballer zum höchsten Würdenträger seines Landes: Der frühere Stürmerstar George Weah ist neuer Präsident Liberias. Der 51-Jährige setzte sich nach Angaben der staatlichen Wahlkommission in der Stichwahl um das höchste Staatsamt gegen Vizepräsident Joseph Boakai durch und wird in den kommenden sechs Jahren die Regierung des westafrikanischen Landes anführen.

Weah, der nach Angaben der nationalen Wahlkommission nach Auszählung von 98,1 Prozent der Stimmen mit einem Anteil von 61,5 Prozent uneinholbar führte, soll am 22. Januar die Nachfolge der langjährigen Staatschefin Ellen Johnson Sirleaf antreten.

„Ohne Solidarität, Versöhnung und Frieden können wir nicht wachsen, können wir nicht vorankommen“, hatte Weah unter anderem während des Wahlkampfes gesagt: „Ich bin die Wahl der Menschen.“ Der Kandidat der größten Oppositionspartei, der Koalition für Demokratischen Wechsel, will die Armut bekämpfen, Korruption eindämmen, neue Arbeit schaffen und das Bildungssystem verbessern.

„King George“, wie ihn seine Fans früher nannten, hatte sich 2005 vergeblich um das Präsidentenamt beworben und 2011 ebenfalls erfolglos für das Amt des Vizepräsidenten kandidiert. Zu seinen besten Zeiten spielte er für große Clubs wie AS Monaco, Paris Saint-Germain, AC Mailand und FC Chelsea. 1995 wurde der Angreifer zum Weltfußballer gewählt. Insbesondere bei jungen Wählern genießt Weah große Sympathien.

Weah steht vor gewaltigen Herausforderungen: Liberia, zwischen 1989 und 2003 von Bürgerkriegen mit 250 000 Toten geplagt, ist eines der ärmsten Länder der Welt. Eine schwere Ebola-Epidemie zwischen 2014 und 2016 belastete die Wirtschaft zusätzlich.

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