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NWZonline.de Sport

Doping: Wada zeigt Milde gegen russische Antidoping-Agentur

23.01.2019

Montreal Kuschelkurs statt harter Hand im Kampf gegen Manipulateure: Die Russische Antidoping-Agentur Rusada wird vorerst nicht erneut suspendiert. Sie muss aber weitere Bedingungen erfüllen, um die Anerkennung zu behalten. Das teilte die Welt-Antidoping-Agentur am Dienstag mit. Die Wada hatte die Sperre im September 2018 aufgehoben, aber einige Auflagen daran gekoppelt. Dazu gehört die Freigabe von Daten aus dem Moskauer Antidoping-Labor bis zum 31. Dezember. Experten hatten allerdings erst in der vergangenen Woche die Doping-Daten in der russischen Hauptstadt sichern können – 18 Tage nach Ablauf der Frist.

„Das Exekutivkomitee war zufrieden damit, von den bedeutenden Fortschritten zu hören“, sagte Wada-Präsident Craig Reedie nach einer Telefonkonferenz des elfköpfigen Gremiums. „Mehrere Exko-Mitglieder haben allerdings ihre Enttäuschung darüber ausgesprochen, dass die Frist verpasst wurde. Sie kamen aber übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass keine Strafe verhängt werden soll.“

Die Russen müssen noch bis zum 30. Juni Dopingproben für Nachtests freigeben. Für den Fall, dass die Moskauer Daten manipuliert worden sein sollten, droht der Exko-Vorsitzende Jonathan Taylor mit den „härtesten Strafen“.

„Wir hören nicht auf, bis wir alle Fälle untersucht haben, die wir als sehr verdächtig einstufen“, sagte der deutsche Wada-Ermittler Günter Younger in einer weltweiten telefonischen Pressekonferenz. Er konnte nicht sagen, ob die Verfahren bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio abgeschlossen sein werden.

Laut dem grundlegenden Bericht von Wada-Ermittler Richard McLaren, der nach Aufdeckung des Skandals in Russland die Dimension des Dopings aufgearbeitet hat, sollen Hunderte Athleten illegale Mittel genutzt haben.

Die Anti-Doping-Agentur Deutschlands (Nada) kritisierte die Entscheidung, keine schärferen Sanktionen zu verhängen: „Die Missachtung der gesetzten Frist zur Übergabe der Daten um mehr als zwei Wochen seitens der Verantwortlichen in Russland ist nicht akzeptabel und schafft wenig vertrauen für den weiteren Vorgang.“

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