MORSUM/ELSFLETH - Nur einen Tag nach der 21:25-Niederlage gegen Damme stand ein viel wichtigeres Spiel für die Handballerinnen des Elsflether TB auf dem Programm. Es ging zum direkten Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt TSV Morsum und nach dem 18:17 (6:9)-Auswärtserfolg belegt die Mannschaft von Trainer Tobias Göttler weiterhin den rettenden zwölften Tabellenplatz. Eine spielerische Offenbarung war diese Begegnung allerdings nicht.

„Im Endeffekt ist es egal, wie wir gewonnen haben. Es zählen nur die Punkte“, war Göttler zwar nicht mit dem Spiel, aber mit dem Ergebnis zufrieden. Beim Angstgegner benötigte der ETB auch eine lange Anlaufzeit, ehe die Gäste in die Partie fanden. Die Offensive baute keinen Druck auf die Deckung auf und alles wirkte irgendwie erzwungen. Trotzdem gab es genug Möglichkeiten, doch vier Siebenmeter, vier Gegenstöße und fünf Pfostentreffer standen auf der Fehlwurfliste. Glücklicherweise glänzte der TSV auch nicht mit spielerischen Heldentaten und die Folge war eine torarme Begegnung mit viel Krampf.

Den 6:9-Pausenstand nahm Göttler dann zum Anlass, seiner Mannschaft eine richtige Standpauke zu halten. „Wir dürfen uns jetzt nicht alles kaputt machen, was wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben“, flößte er seinem Team ein. Es dauerte zwar noch mehrere Minuten, doch Mitte des zweiten Abschnitts erzielte Heinke Speckels erstmals nach langer Zeit wieder den Ausgleich. In dieser Spielphase sorgten auch zwei gehaltene Strafwürfe von Ersatztorfrau Lena von Seggern für neue Spannung. Nachdem Morsum 45 Sekunden vor Schluss zum 17:17 egalisierte, blieb nach einer Auszeit von Göttler noch genau eine Chance, als Sieger vom Feld zu gehen. Über Sandra Wagenaar landete der Ball bei Janine Matschei, die mit ihrem ersten Treffer für das viel umjubelte Siegtor sorgte.

„Für uns war das ein enorm wichtiger Erfolg“, so Göttler und er freute sich über die immer besser werdenden B-Jugendlichen.

ETB: Dierks, von Seggern; Speckels (7/1), Stockrahm (5/2), Mielke (2), Wagenaar (2), Matschei (1), Giesers (1), Adami, Bleckmann, Buttelmann.

Spielstationen: 3:1 (9.), 3:3 (13.), 4:5 (19.), 8:5 (25.), 9:6 (30.), 11:8 (38.), 14:11 (48.), 14:14 (52.), 17:18 (60.).