Jever - Tischtennis-Oberligist MTV Jever hat sich bei seinem Doppelspieltag achtbar aus der Affäre gezogen. Der aktuelle Tabellenfünfte (16:12 Punkte) verlor ohne seine nominelle Nummer zwei Aly Walaa El-Din erwartungsgemäß mit 5:9 bei Spitzenreiter SF Oesede, erzielte aber durch einen 9:7-Erfolg bei Schwarz-Weiß Oldenburg zwei wertvolle Zähler. „Es war ein versöhnliches Ende und zugleich das Zurückfinden in die Erfolgsspur“, bilanzierte MTV-Pressesprecher Malte Stickel.

„Dass der Auswärtssieg bei den Schwarz-Weißen überhaupt realisiert werden konnte, lag zum großen Teil an Aly Walaa El-Din – dessen Einsatz lange infrage gestanden hatte. Noch am Samstag hatte er in Oesede krankheitsbedingt passen müssen“, führte Stickel an. Mit dieser Hypothek belastet, war es nicht verwunderlich, dass es gegen den designierten Regionalliga-Aufsteiger eine Niederlage setzte.

Doch auch ohne ihren nordafrikanischen Punktegaranten zeigten sich die MTVer äußerst wehrhaft und überzeugten vor allem in den Eingangsdoppeln. So gewannen Andrey Milovanov/Fabian Pfaffe mit 3:1 gegen Nico Bohlmann/Carsten Dunkel sowie Patrick Kohlrautz/Janek Hinrichs mit 3:2 gegen Oliver Tüpker/Fynn Pörtner). In den anschließenden Einzeln überzeugten indes nur Hinrichs (3:0 gegen Pörtner), Milovanov (3:1 Gegen Bohlmann) und Florian Laskowski, der Andreas Scholle mit 3:1 bezwingen konnte.

„Immerhin meldete sich der grippegeschwächte Aly Walaa El-Din gegen Oldenburg einsatzfähig und fuhr prompt seine vier Zähler ein“, schwärmte Stickel. Zwei davon holte der Ägypter an der Seite seines Doppelpartners Andrey Milovanov, mit dem er 14 Siege in Folge feierte. André Stang/Nico Schulz erzwangen im Eingangsdoppel zwar den finalen Durchgang, dieser aber ging an die beiden MTVer. Weil gleichzeitig Pfaffe/Laskowski gegen Heye Koepke/Johannes Schnabel deutlich unterlagen und Kohlrautz/Hinrichs gegen Hendrik Z’dun/Benjamin Ohlrogge nie richtig ins Spiel fanden (0:3), lagen die Jeveraner mit 1:2 hinten.

„Dann aber lief die MTV-Maschine an“, so Stickel. Milovanov und Walaa El-Din zeigten ihr bestes Tischtennis und holten im oberen Paarkreuz alle vier Zähler. In der Mitte beendete Pfaffe seine Negativserie und hatte „endlich auch mal das Momentum auf seiner Seite“ (Stickel). Trotz schnellem 0:2-Rückstand gegen Johannes Schnabel steckte der MTV-Student nie auf und kämpfte sich zurück in die Partie, die er schließlich in beeindruckender Manier umbog.

Äußerst souverän agierte auch Laskowski, der dem SWO-Shootingstar Heye Koepke mit klugen und variablen Aktionen klar die Grenzen aufzeigte und auch beim 3:1 gegen Schnabel das Spiel stets im Griff hatte. Jedoch blieben Kohlrautz und Hinrichs im hinteren Paarkreuz hinter den Erwartungen zurück und gaben alle vier Partien gegen Schulz und Ohlrogge ab. Somit musste das Schlussdoppel die Entscheidung bringen. Dort gewannen Milovanov und Walaa El-Din deutlich mit 3:0 gegen Koepke/Schnabel.