Jever - Am Ende war die Hypothek, gleich zwei Stammkräfte ersetzen zu müssen, dann doch zu groß: Tischtennis-Oberligist MTV Jever hat seine letzte Hinrundenpartie beim Tabellenzweiten Hannover 96 (18:2 Punkte) mit 5:9 verloren und überwintert nun auf Rang fünf (12:8). Es war die dritte Saisonniederlage für die Friesen. Für die beiden Abwesenden Florian Laskowski und Björn Lessenich sprangen Janek (2. Herren, Landesliga) und Thorsten Hinrichs (3. Herren Bezirksoberliga) in die Bresche.

„Der beste Mann in der Halle trug das Trikot des MTV Jever, die beiden Punkte indes strichen die Hausherren ein und untermauerten ihre Ambitionen auf den Durchmarsch in die Regionalliga“, brachte es MTV-Sprecher Malte Stickel auf den Punkt. Die größte Gegenwehr boten dabei Jevers Spitzenakteure Andrey Milovanov und Aly Walaa El-Din, die vier der fünf Punkte beisteuerten.

So gewannen beide ihr Eingangsdoppel mit 3:1 gegen Max Kulins/Dominik Jonack sowie drei Einzelpartien innerhalb des oberen Paarkreuzes. Stickel: „Hannovers Topleute Richard Hoffmann und Zak Wilson dürfte es gewurmt haben, dass sie gegen unseren Ägypter im Grunde chancenlos vom Tisch gingen.“ Ohne Satzverlust düpierte Walaa El-Din zunächst den zweitligaerfahrenen Hoffmann (Bilanz vor dem Jever-Spiel 17:1), ehe er anschließend den Iren Wilson noch deutlicher in die Schranken wies und seine Bilanz auf sehr gute 16:4 Siege ausbaute. Auch Jevers Milovanov setzte sich nach fünf Sätzen trotz anhaltender Hüftprobleme gegen Wilson durch, musste sich Hoffmann aber im Entscheidungssatz geschlagen geben. Nach fünf knappen Sätzen gab dort letztlich Fortuna den Ausschlag zugunsten des Landeshauptstädters.

Für den fünften MTV-Zähler zeichnete sich schließlich Ersatzmann Janek Hinrichs verantwortlich. „Nach seiner Galavorstellung am Sonnabend in der Landesliga kam er nach nervösem Auftakt im Duell zweier Jugendspieler gegen Alexander Hage noch zu einem sicheren 3:1-Erfolg“, erklärte Stickel: „Wohlwissend, dass in Bestbesetzung möglicherweise noch mehr drin gewesen wäre, können wir durchaus zufrieden mit dem Verlauf der Hinrunde sein. In der Rückrunde geht noch was.“