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NWZonline.de Sport

„Kein guter Stil“ – Thomas Müller ist richtig sauer

07.03.2019

München Einen Tag nach der Entscheidung von Joachim Löw, auf die Dienste eines Bayern-Trios zu verzichten, hat Thomas Müller „sauer“ auf seine Ausmusterung aus der Nationalmannschaft reagiert. „Kein Verständnis habe ich vor allem für diese suggerierte Endgültigkeit der Entscheidung“, sagte Müller in einem am Mittwoch auf seinem Instagram-Account verbreiteten Video. „Mats, Jérôme und ich sind immer noch in der Lage, auf Topniveau Fußball zu spielen.“ Bundestrainer Löw hatte am Dienstag erklärt, künftig auf Müller sowie die Verteidiger Jérôme Boateng und Mats Hummels verzichten zu wollen.

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Ein Bundestrainer müsse sportliche Entscheidungen treffen, das stelle er auch überhaupt nicht infrage, sagte Müller. „Allerdings: Je länger ich drüber nachdenke, macht mich die Art und Weise, wie das Ganze abgelaufen ist, einfach sauer.“

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Wenn es kurz, nachdem das Bayern-Trio von Löws Entscheidung erfahren habe, vorgefertigte Statements des Deutschen Fußball-Bundes gebe, „dann ist das einfach aus meiner Sicht kein guter Stil und hat mit Wertschätzung eben dann auch nichts zu tun“. Er sei immer stolz gewesen, das DFB-Trikot zu tragen und 100 Länderspiele für Deutschland gemacht zu haben.

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Knallhart, aber

richtiger Weg

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Lars Blancke

Auch wenn die Nachricht von der Ausbootung des Weltmeister-Trios Boateng, Hummels und Müller am Dienstag wie ein Hammer in Fußball-Deutschland einschlug, kam nur der Zeitpunkt überraschend. Fernab aller unbestrittenen Verdienste sind alle drei Spieler längst auch beim FC Bayern nicht mehr erste Wahl und über ihren Zenit hinaus – das wird Joachim Löw auch bei ihren teils pomadigen Auftritten im Vereinstrikot gesehen haben.

Der Bundestrainer schlägt kurz vor dem Start in das Nach-WM-Jahr also knallhart jenen Kurs ein, den viele direkt nach dem verkorksten Turnier in Russland von ihm verlangt hatten – einige sogar bereits davor. Den Weg für die Talente freizumachen, war allerspätestens nach der 0:3-Blamage gegen die Niederlande in der Nations League unvermeidbar. Es ist nur konsequent, dies frühzeitig zu tun.

Niklas Süle oder Jonathan Tah haben zweifellos die Qualität, sich zu den neuen Stützen in der Abwehr zu entwickeln, bekommen sie nun das uneingeschränkte Vertrauen und Spielpraxis. In der Offensive hat Löw in Sané, Werner, Gnabry, Havertz oder Brandt so viele schnelle Fußballer zur Verfügung, dass es dort keinen Müller mehr braucht.

All dies zeigt aber auch: Die DFB-Elf befindet sich inmitten eines derart großen Umbruchs, dass sie von der Weltspitze ein ganzes Stück entfernt ist. Junge Spieler zu integrieren, klappt nicht innerhalb weniger Wochen und Monate. Und so gilt Deutschland bei der ersten Kontinental-EM 2020, die unter anderem ausgerechnet in München stattfindet, sicher nicht zum engen Favoritenkreis.

Lars Blancke über Löws Umbruch im

Nationalteam

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