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NWZonline.de Sport

Nach Sieg über Merlins Crailsheim: Baskets Oldenburg zollen „Zauberern“ Respekt

14.06.2020

München Karsten Tadda sorgte am Freitagabend im fast menschenleeren Audi Dome in München durch zwei Aktionen wenige Sekunden vor Schluss für den hauchdünnen Erfolg. Die EWE Baskets gewannen zwar das vorletzte Spiel der Gruppenphase beim Finalturnier der Basketball-Bundesliga gegen die Merlins Crailsheim mit 85:83 (44:38) und stehen damit im Viertelfinale, doch zufrieden war nach diesem Auftritt keiner der Oldenburger.

Tadda als Matchwinner

„Ich bin nicht zufrieden, wie wir heute gespielt haben. Großen Respekt an Crailsheim, die das ganze Turnier nicht aufgegeben haben“, lobte Matchwinner Tadda den Gegner: „Wenn man so leichtsinnig ins Spiel geht, wie wir heute, dann verliert man auch schnell mal. Wir können uns glücklich schätzen, dieses Spiel noch gewonnen zu haben.“

12,1 Sekunden waren im vierten Viertel noch zu spielen. Crailsheim führte mit 83:82, als Oldenburg nach einer Auszeit den Ball zum Einwurf in der gegnerischen Hälfte erhielt. Tadda lief sich frei, entwischte seinem Bewacher und bekam den Ball butterweich von Braydon Hobbs in den Lauf serviert, sodass der 31-Jährige frei auf den Korb zulaufen und unbedrängt abschließen konnte. Anschließend suchte Crailsheim schnell den Abschluss, doch Tadda stibitzte Sebastian Herrera kurz vor dem Korb den Ball noch aus der Hand. „Ich war etwas überrascht so leicht zum Korbleger zu kommen, in der Defensive war es dann Antizipation, dass ich den Steal geholt habe“, sagte der Oldenburger über die beiden spielentscheidenden Aktionen. Hobbs sorgte mit einem verwandelten Freiwurf letztlich für den Schlusspunkt zum 85:83.

Rumpfteam ärgert Oldenburg

Zuvor lieferten die Crailsheimer den Oldenburgern aber einen offenen Schlagabtausch. Die Merlins hatten vor dem Turnier nicht nur zahlreiche Leistungsträger ziehen lassen müssen (Jan Span, Quincy Ford und Aaron Jones), sondern auch noch großes Verletzungspech in München (Jeremy Morgan, Javontae Hawkins und DeWayne Russell). Mit neun Mann hielten die Crailsheimer aber 40 Minuten lang mit. „Wir haben gekämpft, wir haben alles gegeben. Ich bin so stolz auf die Jungs“, sagte Dejan Kovacevic. Das musste auch sein Center-Kollege Rasid Mahalbasic (19 Punkte/10 Rebounds) neidlos anerkennen. „Lob an die Crailsheimer, die haben eine junge Mannschaft, die sich nie aufgegeben haben“, sagt der Österreicher. Für sein eigenes Team hat er hingegen wenig Lob über: „Das war halt scheiße. Dass wir mit einer Zwölfer-Rotation so schlecht spielen – das geht nicht. Ist halt schwer mit einem dicken Center und ein paar älteren Herren im Team. Aber wir kommen ins Laufen.“

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Die von Tuomas Iisalo trainierten Crailsheimer, der am Freitag seinen Vertrag um eine weiteres Jahr verlängert hatte, blieben an den Baskets dran und lagen zur Pause nur mit sechs Punkten zurück. Dieser Oldenburger Vorsprung schmolz nach dem Seitenwechsel noch weiter – und plötzlich lag der Außenseiter kurz vor Ende des dritten Viertels sogar in Führung.

„Wir hatten zwei Ziele: Zum einen wollten wir mit einem Sieg ins Viertelfinale, zudem wollten wir vollen Fokus über 40 Minuten, intensive Verteidigung zeigen und unser Offensivspiel durchsetzen. Das ist uns nicht gelungen. Am Ende haben wir mit Erfahrung die richtigen Spielzüge in den letzten zwei Minuten gemacht“, sagte Oldenburgs Coach Mladen Drijencic.

Endspiel um Platz zwei gegen Bayern München

Durch den Sieg stehen die Oldenburger vor dem vierten und letzten Gruppenspiel an diesem Sonntag (19 Uhr) gegen Bayern München als Viertelfinal-Teilnehmer fest. Die Crailsheimer beenden die Gruppe A als Fünfter und Letzter und spielen am Dienstag gegen den Fünften der Gruppe B um den neunten Platz.

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Die Partie zwischen Oldenburg und München (beide Teams hatten ihr jeweiliges Gruppenspiel gegen Tabellenführer Ulm verloren) wird dadurch zum Endspiel um den zweiten Platz in der Gruppe A. Jener Gruppenzweite trifft am kommenden Donnerstag im Viertelfinal-Hinspiel auf den Dritten der Gruppe B. Den entsprechenden Platz belegen derzeit die Frankfurt Skyliners. Allerdings stehen in der Gruppe B noch zwei Spieltage an (an diesem Samstag und Montag), sodass es im Tableau noch deutliche Veränderungen geben kann. Der Dritte der Gruppe A trifft am Mittwoch auf den Zweiten der Gruppe B, derzeit ist das Alba Berlin.

NWZ berichtet aus München

NWZ-Redakteur Niklas Benter ist seit vergangenen Sonntag vor Ort und berichtet live von den ersten vier Oldenburger Spielen. Auf NWZonline lesen Sie am Sonntagabend (ab 18 Uhr) einen Liveticker von der vierten Partie der EWE Baskets Oldenburg gegen den FC Bayern (Spielbeginn 19 Uhr), im Anschluss an das Spiel gibt es natürlich einen Spielbericht und ein Video mit den Höhepunkten des Spiels.

Alle Spiele des BBL Final-Turniers 2020 gibt es live bei MagentaSport zu sehen:

https://www.magentasport.de/aktion/finalturnier2020?wt_mc=da_sospsoxx_2020-sport-koop_Basketball-gen-12

Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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